Wahrburg ( ro ). Seit Ende Mai, als die Bauarbeiten in der Röxer Straße begannen, ist es in Wahrburg in einem Punkt wie früher : Die Busse fahren wieder stündlich in die Stadt. Die Stadtlinie B wird bis voraussichtlich Ende Oktober über den Ortsteil umgeleitet.

Das freut viele Wahrburger, andere fühlen sich vom dichten Busverkehr belästigt. Siegfried Bindemann zum Beispiel. Der Wahrburger hat sein Haus in der Tornauer Straße, unweit der Bushaltestelle. In ein paar Mußestunden hat er sich die Mühe gemacht, die Linien- und Schulbusse, die seine Straße passieren, zu zählen und den gesamten Busverkehr bis Ende Oktober hochzurechnen. Vom 25. Mai bis zum 30. Oktober kam er so auf die Zahl von 1426 Busfahrten durch Wahrburg.

" Andere Dörfer versuchen, ihre Straßen möglichst zu beruhigen und vom starken Verkehr freizuhalten. Wahrburg holt ihn sich ins Dorf ", klagt Siegfried Bindemann. Durch das Kopfsteinpfaster in der Tornauer Straße seien die Erschütterungen in seinem Haus deutlich zu spüren und er befürchte, dass der Busverkehr Schäden hinterlässt.

Ortsbürgermeisterin Carola Radtke sieht das ganz anders. " Wahrburg ist wenigstens bis Ende Oktober wieder an die Stadtbuslinie angeschlossen, was die Bürger immer wollten ", sagte sie der Volksstimme. In den vergangenen fünf bis sechs Jahren wurde der Ortsteil nur per Rufbussystem mit wenigen Fahrten pro Tag bedient. Das war bei vielen Wahrburgern immer wieder auf Kritik gestoßen. Der Ortschaftsrat hatte sich mehrfach mit dem Linienbetreiber Altmark-Bus in Verbindung gesetzt und Verbesserungen, möglichst die Rückkehr zum Linienbussystem, gefordert.

" Die stündlichen Fahrten sind doch positiv für Wahrburg und ein gutes Angebot gerade für ältere Leute ", so Carola Radtke. Sie freue sich, dass es im nächsten Jahr, wenn der zweite Teil der Röxer Straße gebaut wird, wieder so sein wird. Radtke : " Im Übrigen werden vor allem kleine Busse eingesetzt. "