Bismark. Der Festumzug bildete gestern den Höhepunkt des dreitägigen Stadtfestes anlässlich des 800-jährigen Bestehens von Bismark. 500 Personen gestalteten in 41 Bildern die wechselvolle Geschichte der Stadt bis in die Gegenwart. Eine Stunde arbeitete sich der Zug durch das enge Zuschauer-Spalier. Ob Vereine, Betriebe und Einrichtungen der Stadt, die Treffenfelds aus Könnigde, die Line Dancer aus Büste oder die Folkloregruppe aus Brunau – alle wurden mit herzlichem Applaus begrüßt. Der Festumzug wurde von der Bismarker Schützengilde mit dem erst kurz zuvor gekürten Königspaar, Manuela John und Hans-Joachim Seeger, angeführt.

Landrat Jörg Hellmuth hatte am Sonnabend zum Empfang charmant von Bismark als " eine der schönsten Städte in einem der schönsten Landkreise Sachsen-Anhalts " gesprochen. Zuvor hatte Bürgermeisterin Gudrun Wolter erklärt, dass sich die Bismarker nach der Zugehörigkeit zu den Landkreisen Osterburg, Stendal, Kalbe, Gardelegen und wieder Stendal bei Letzterem sehr wohl fühlen. Wie wohl sie sich in der Region fühlen, zeigten zum Empfang in der Mehrzweckhalle die Mitglieder des gemischten Chores Berkau-Bismark. Als Geburtstagsgeschenk und ( Welt- ) Uraufführung präsentierten sie das Bismark-Lied. Der altmärkische Heimatdichter Fritz Hagen hatte den Text verfasst, Tenor Reinhold Lau eine Strophe hinzugefügt und der musikalische Chorleiter Martin Zimdars die Melodie beigesteuert. Bürgermeisterin Wolter und der mittlerweile 95-jährige Heimatdichter bekamen das Bismark-Lied zur Premiere als Dokument überreicht.