Calberwisch ( rf ). Calberwisch zieht die Massen an. Das hat nichts mit Magie zu tun. Es liegt an den Veranstaltungskonzepten. Denn Schlossherr Michael Dihlmann bedient sich ebenso wie sein Vorgänger nicht in der Ramschkiste. Auch wenn der Biobauer zugibt, dass die Idee zum ersten Dampfpfl ugfest nicht allein auf seinem Mist gewachsen ist. Der Organisationsstress, dem sich Michael Dihlmann und seine Helfer in den vergangenen Wochen und Tagen aussetzten, hat sich offensichtlich gelohnt. Obwohl das Dampfpflugfest über zwei Tage gehen sollte und bei regelmäßigen Wiederholungen praktisch ausgeschlossen war, dass ein Besucher etwas verpassen könnte, herrschte am Sonnabend auf dem Areal am Ortseingang schon eine Stunde vor dem Startschuss Trubel.

Lange vor Beginn

Stau auf dem Parkplatz

Die Parkplatzeinweiser von der Calberwischer Feuerwehr agierten zügig, trotzdem staute sich der Verkehr teils über die Schranken bis Düsedau. Die Verantwortlichen reagierten am Abend und verbreiterten die Einfahrt auf zwei Spuren.

6000 Menschen

allein am Sonnabend

Am Ende zählten die Organisatoren allein am Sonnabend rund 6000 Gäste. Und auch am Sonntag deutete sich schon sehr früh eine sehr gute Resonanz an.

Kanoniere der Schützengilde Seehausen sorgten dafür, dass die Zuschauer lautstark kurz vor 11 Uhr auf die Eröffnung hingewiesen wurden, bei der der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Hartmuth Raden, und sein ehrenamtlicher Amtsbruder Klaus-Peter Gose dem Chefgastgeber zu seinem Engagement gratulierten. Letzterer nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Mitstreitern aus den eigenen Reihen, der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau in Iden, dem Kulturförderverein " Östliche Altmark ", den Freiwilligen Feuerwehren aus Calberwisch und Osterburg, seinen Oldtimerfreunden sowie vielen anderen Helfern zu bedanken, die auf dem großen Areal für Kurzweil sorgten.

Die Aktionen wurden 30 Minuten nach der Eröffnung mit dem ersten von sechs Tageseinsätzen des Dampfpfl uges eröffnet. Dabei wurde die Vorführung der stählernen Ungetüme vom Agrarbildungszentrum Schönbrunn ( Niederbayern ) fast zu einem Sicherheitsproblem. Für die Absperrung waren mehr Leute nötig als für das Bedienen der Maschinen.

Aber auch die anderen Stationen konnten sich nicht über Zuschauermangel beschweren. Sei es beim Schaumähen und -dreschen, bei der Oldtimerparade oder den Vorführungen mit modernster Feldbearbeitungstechnik. Andrang natürlich auch an Gulaschkanonen, Grill- und Backständen. Doch wer etwas Geduld mitbrachte, wurde auch satt.

Wie schnell das Dampfpfl ugfest wieder aufgelegt wird, steht wegen des immensen Aufwandes noch nicht fest. Aber auf historische Feldtage eine Woche vor dem Havelberger Pferdemarkt ließ sich Michael Dihlmann auf Nachfrage schon einmal festnageln.