Zum Vereinsleben des Tangermünder Ruderklubs ( TRC ) gehört in jedem Sommer eine Wanderfahrt. Vorsitzender Karsten Eggert nimmt zusammen mit anderen erfahrenen Sportlern des TRC Nachwuchsruderer des Vereins mit auf die Reise über Flüsse und Seen. In diesem Jahr waren Tim Schelske, Pascal Seeler und Johannes Isenthal dabei.

Tangermünde. Dass Rudern nicht nur anstrengendes Training und Wettkämpfe bedeutet, das erlebten in diesem Sommer Nachwuchsruderer des Tangermünder Ruderklubs ( TRC ). Sie waren dabei, als es für zehn Tage zu einer Wanderfahrt über die Flüsse und Seen im Osten Deutschlands ging. Sie lernten erstmals ihre Heimat von einer ganz anderen Seite kennen. Karsten und Nadja Eggert, Matthias Schulz, Maik Röhl, Alexander Gleisberg, Tim Schelske, Johannes Isenthal und Pascal Seeler waren zusammen auf dem Wasser unterwegs.

In Zahlen ausgedrückt absolvierten die acht Ruderer in den zehn Tagen mehr als 300 Kilometer, unterquerten fast 70 Brücken, passierten 15 Schleusen und ein Schiffshebewerk. Die Wandertour begann in Mirow. Ziel war Bellin, ein kleines Dorf bei Ückermünde.

Der erste Tag verging mit organisatorischen Aufgaben. Auto und Bootshänger wurden zum Zielort gebracht, während die Boote in Mirow startklar gemacht wurden für die Zehn-Tages-Tour. " Am zweiten Tag starteten wir um 8. 30 Uhr und hatten bis zum Mittag drei Schleusen hinter uns gelassen ", berichtet Pascal Seeler, der seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Sportlern des TRC gehört. Nach der Tagesrast um 13. 30 Uhr steuerten die Ruderer das Ziel des Tages in der Nähe von Fürstenberg am Stolpsee an.

Auf dem Stolpsee ging es am dritten Tag weiter. Danach befuhren die Tangermünder Ruderer die Oberhavelwasserstraße. Am Mittag waren sie in Burgwall bei Zehdenick angekommen. Hier gab Maik Röhl die Skulls an Alexander Gleisberg ab. Für ihn war der Urlaub beendet.

Das Ziel des dritten Tages lag am Vosskanal etwa fünf Kilometer hinter Zehdenick. " Hier machten wir es uns am Abend am Lagerfeuer gemütlich ", so Pascal Seeler.

Der vierte Tag begann mit einem Frühstück in Liebenwalde. Dann ging die Tour vom Vosskanal auf der Havel-Oder-Wasserstraße dem Kanuklub von Eberswalde entgegen.

" Am fünften Tag starteten wir bereits um 8 Uhr ", berichtet Pascal. " Am beeindruckendsten war für uns die Fahrt durch das Schiffshebewerk Niederfi now ", schildert er seine Eindrücke. " 36 Meter Höhenunterschied wurden hier überwunden. " Gegen 15 Uhr erreichten die Tangermünder die Oder. " Unser Ziel lag an diesem Tag mitten in der Natur auf deutscher Seite ", erzählt der 16-J ährige. Auch hier schlossen die Ruderer den Tag an einem großen Lagerfeuer ab.

Der sechste Wandertag brachte die Elbestädter bis nach Schwedt. " Hier haben wir die deutsch-polnische Grenze überquert und unser Nachtlager auf polnischer Seite mit Lagerfeuer aufgeschlagen ", erinnert sich der junge Ruderer.

Am siebten Tag ging es weiter auf der Oder. Gegen 14 Uhr erreichten die Wassersportler Stettin. Pascal Seeler : " Zur Abwechslung gab es hier mal eine Einkaufstour und einen Stadtbummel. " Übernachtet wurde beim polnischen Pendant zur Deutschen Lebensrettungsgesellschaft – der WOPR.

Den achten Tag verbrachten die Tangermünder auf der Oder, die sie zum Stettiner Haff führte. Zehn Kilometer durchquerten sie dieses Gewässer, um nach Ziegenort auf polnischer Seite zu gelangen.

Den letzten Tag der Wanderrudertour absolvierten die Teilnehmer auf dem Stettiner Haff. An dessen Rand entlang ruderten sie wieder zurück auf die deutsche Seite. Mittags hatten sie Altwarp in Deutschland erreicht. Eine echte Herausforderung wartete auf alle auf den letzten Kilometern " Mit großen Wellen ging es von Altwarp weiter bis nach Bellin ", so Pascal Seeler. Die letzte Nacht verbrachten sie auf dem Zeltplatz in Bellin, bevor es an Tag zehn zurück nach Tangermünde ging.

Wer Interesse daran hat, den Ruderern einmal unter die Schulter zu schauen, vielleicht im Boot sitzen und diesen Sport für sich entdecken möchte, erreicht an fast jedem Nachmittag einen Ansprechpartner im Bootshaus.

www. tangermuender-ruderclub.

de