Stendal ( ro ). Tsavo ist der Neue im Zirkus Krone. Der 37-jährige, drei Tonnen schwere Nashornbulle reiste in der Nacht zu gestern zusammen mit den knapp 400 Mitarbeitern und 250 Tieren in Stendal an. " Tsavo hat hier ein sehr schönes Areal mit eigenem Baum bekommen ", freute sich Dr. Susanne Matzenau vom Krone-Pressebüro. Dort harrt er seiner Auftritte in der Manege. Doch welche Kunststückchen lassen sich wohl einem Nashornbullen entlocken ? Susanne Matzenau : " Zu einem Salto mortale eignet sich Tsavo eher weniger. Er wird die Zuschauer vor allem mit seiner Schönheit und seiner Masse beindrucken und sein Horn in die eine oder andere Loge hängen. "

22 Zugmaschinen schleppten gestern Nacht Europas größte Zirkusstadt nach Stendal. Zuerst kamen Pferde, Elefanten, Kamele, Löwen, Nashorn und die vielen anderen Tiere und wurden sofort in ihren Stallungen untergebracht. Ihnen folgte der unglaublich vielfältige übrige Tross des Unternehmens einschließlich Küche, Schneiderei und Zirkusschule.

Für einen klassischen Zirkus wie Krone sind Tiere und vor allem Exoten eine der wichtigsten Säulen im Programm. Tierschützer kritisieren immer wieder die Wildtierhaltung in Zirkussen, auch bei Krone. Dem hält das Unternehmen entgegen, dass sich Pf eger, Tierlehrer und Tierärzte ständig um die Tiere kümmern würden. Einer der Kritikpunkte ist der Kopfstand von Elefantendame Bara. Krone meint dazu, Bara zeige diesen Trick seit über 20 Jahren. Weder klinische Untersuchungen noch

Röntgenbilder hätten Hinweise auf Verschleißerscheinungen

oder Überbeanspruchung ergeben.