Arendsee ( hrä ). Als letzte Zuschauerin der Freilichttheatervorstellungen in Arendsee begrüßte Markus Dietze, Intendant des Stendaler Theaters der Altmark ( TdA ), Dorothee Hahn und ihre Familie aus Salzwedel im Kloster. Die Musikpädagogin an der Kreismusikschule war fasziniert von dem Stück. So wie viele andere, die ohne Kartenreservierung kamen, nahm sie mit Mann und Kindern auf der Wiese Platz. Der Förderverein stellte Kissen zur Verfügung. 185 Besucher sahen die letzte Aufführung von Shakespeares " Romeo und Julia " zwischen den Klostermauern. " Insgesamt kamen rund 1500 Zuschauer zu den 13 Vorstellungen ", blickte Markus Dietze zurück. " Zwei Veranstaltungen mussten leider abgesagt werden, weil es zu stark regnete. " Für Dietze war es auch seine letzte Arbeit am TdA, denn er verlässt die Altmark Richtung Koblenz. Einige Ensemble-Mitglieder gehen mit ihm. Und so fiel der Abschied vom Kloster, in dem das Ensemble über vier Wochen agiert hatte, etwas wehmütig aus.

Ulrich Taatz vom Förderverein Kloster dankte für die seit fünf Jahren gelungene Zusammenarbeit auf künstlerischem und organisatorischem Gebiet. Zur Erinnerung überreichte er Markus Dietze ein Arendsee typisches Geschenk : eine Flasche Klosterkräuter. Mit herzlichem Beifall dankten die Zuschauer auf Bänken, Stühlen und den Rasenplätzen für die schauspielerische und dramaturgische Leistung.

Allerdings war der Theatergenuss diesmal getrübt : Über den See schallten die Rockklänge des Live-Konzerts von Neid-Klapp im Strandbad herüber und untermalten auf unpassende, gerade in der Sterbeszene makabere Weise das tragische Spiel um Liebe und Tod. Auch anfahrende Autos auf dem Parkplatz beeinträchtigten das Hörerlebnis.