Stendal ( ro ). Nicht voller Geigen, sondern voller Trompeten wird künftig der Himmel über dem Sperlingsberg hängen. Gestern bepf anzten Mitarbeiter einer Stendaler Gartenbaufrma die zwölf Kübel des Platzes mit jungen Kugeltrompetenbäumen. Die von der Stadtverwaltung angekündigte Verlängerung der Platzsperrung bis zum 5. August ist damit hinfällig. Wie Sprecherin Sandra Slusarek gestern mitteilte, kann der Sperlingsberg seit gestern 16 Uhr wieder zum Parken und vom Lieferverkehr genutzt werden.

Wie berichtet, mussten die bisherigen Kübelbäume wegen massiven Schädlingsbefalls entfernt werden. Das Blausieb, ein großer Falter mit einer Flügelspannweite von 45 bis 65 Millimetern, hatte seine Eier in Wunden und Rindenrisse der Bäume gelegt. Dessen Raupen bohren sich ins Holz, fressen Blattstiele und Knospen, nagen an Jungtrieben und Zweigen.

Der Trompetenbaum stammt aus Ostasien und dem Südosten Nordamerikas, ist aber in vielen Parks in Europa als dekorativer Blütenbaum verbreitet. Er hat große Blätter, die 25 bis 30 Zentimeter lang werden können. Den glockenförmigen Blüten – weiß und gelb mit purpurnen Tupfen – folgen lange grüne Kapselfrüchte, die sich später braun färben.