Stendal. Sonnige Sommertage gehen bei vielen mit einem Besuch der Badeanstalt oder des Freibades einher. Auch dieses Jahr gibt es manch freundliche Tage, die zum Baden einladen. Allerdings spielt das Wetter nicht immer mit.

" Dieses Jahr kann man noch nicht von durchgängigem Badebetrieb sprechen, da das Wetter zu wechselhaft ist ", sagt etwa Michael Bathge, Betreiber des Waldbades Wischer. Er erklärt : " An manchen Wochenenden haben wir sogar nur Betrieb auf dem Campingplatz und der Strand bleibt unbesucht. " Schließlich schienen in den letzten Wochen die Schlechtwettertage meist auf das Wochenende zu fallen. " Nachteil ist allein schon, wenn der Wetterbericht schlechte Tage vorhersagt ", sagt Bathge. Dazu komme, dass, wenn es in Stendal regne, auch keiner Lust habe, sich auf den Weg nach Wischer zu machen, auch wenn dort eventuell die Sonne scheine.

Wirtschaftskrise im

Freibad angekommen

Weiterhin könnte, Bathges Meinung nach, die Rezession zu sinkenden Besucherzahlen beitragen. " Schließlich bleibt es nicht beim Eintrittspreis, sondern die Kinder wollen dann ja häufg auch noch ein Eis oder Getränke. ". Einen Rekordtag erlebte das Waldbad dagegen am 1. Juni mit rund 1000 Besuchern. " Das lag daran, dass an diesem Tag Kindertag war und es ein Fest hier in Wischer gab ", meint Bathge. Zurzeit sei er jedoch schon zufrieden, wenn an einem Tag etwa 300 bis 400 Badegäste kämen.

Auch Silke Fricke vom Freibad in Dobberkau meint, dass das unbeständige Wetter zu geringeren Besucherzahlen führe. Dennoch erreiche man an schönen Tagen etwa 150 bis 200 Besucher. " Der Rekord für dieses Jahr liegt bei etwa 230 Gästen ", sagt sie. Bei der Eröffnung 1999 waren gar 600 Besucher zum Baden gekommen.

So ergeht es auch Gerhard Jorns vom Badegewässer " Kolk " in Bismark : " Dieses Jahr läuft es noch nicht so gut. Wegen des durchwachsenen Wetters sind die Besucherzahlen zurückgegegangen. " An schönen Tagen besuchen demnach etwa 100 bis 150 Gäste das Badegewässer. Der Rekord liege jedoch weitaus höher, bei 600 Gästen und mehr. " Vielleicht trägt auch die Tendenz zum heimischen Pool zu einem langfristigen Rückgang der Besucherzahlen bei ", vermutet Jorns.

Hallenbad in Stendal

prof tiert vom Regen

Die Altmark-Oase ( AltOa ) in Stendal hatte dagegen laut Marcus Schreiber bis jetzt einen sehr guten Sommer. " Unsere Sommeraktion führte zu guten Besucherzahlen. Außerdem bringt das unbeständige Wetter die Badegäste eher dazu, in ein Kombi-Bad zu gehen ", erklärt Schreiber. So hätten die Besucher im AltOa — je nach Wetter — sowohl die Hallen- als auch das Freibecken zur Verfügung. Unbeständiges Wetter führe hier deshalb zu höheren Besucherzahlen. " Unser Besucherrekord für die letzten Jahre liegt bei 724 ", sagt Schreiber. Diese Zahl sei am Kindertag dieses Jahres erreicht worden. Die Hauptsaison der Hallenbäder sei zwar von Oktober bis März, so sei das AltOa dennoch ein Ganz-Jahres-Bad mit etwa 400 Besuchern im Tagesdurchschnitt. " Bis zur Jahresmitte Ende Juni besuchten etwa 75 000 Gäste unser Bad ", fasst Schreiber zusammen.

Doch trotz der wechselhaften Verhältnisse ist der Sommer noch nicht vorbei und man darf weiterhin auf gutes Wetter hoffen, um eventuell das eine oder andere Mal baden gehen zu können. Sei es im Freibad oder dann doch in der Halle.