Stendal hat sich für 2008 den Titel " mittelstandsfreundlichste Kommune Sachsen-Anhalts " verdient. Mit diesem Prädikat zeichnete der Präsident des sachsenanhaltischen Handwerkstags, Thomas Keindorf, in dieser Woche die Stadt aus.

Stendal. Das Plexiglasschild, das von der Auszeichnung durch die Handwerkerschaft kündet, ist gestern im Treppenhaus des Rathauses, gleich unter der Stadtchronik am Eingang zum Rolandzimmer, angebracht worden. OB-Stellvertreter Axel Kleefeldt, der die Ehrung am Tag zuvor in der Präsidiumssitzung der handwerklichen Spitzenorganisation des Landes in Stendal in Empfang genommen hatte, war selbst überrascht und nicht minder erfreut.

" Wir fühlen uns sehr geehrt von der Auszeichnung ", sagte er gestern der Volksstimme und spielte zugleich auf die Diskussionen der vergangenen Wochen um Erfolg oder Misserfolg der städtischen Wirtschaftsförderung an : " Es scheint doch so zu sein, dass die Handwerker mit der Stadt Stendal ziemlich zufrieden sind. "

Die Kreishandwerkerschaft hatte dem Handwerkstag, der Vereinigung der beiden Handwerkskammern Magdeburg und Halle, die Stadt Stendal als Preisträger für 2008 vorgeschlagen. Geschäftsführer Bernhard Brauer begründet das im Gespräch mit der Volksstimme so : " Wir f nden beim Oberbürgermeister und in den Ämtern immer ein offenes Ohr. Die Stadt setzt sich für Handwerk und Wirtschaft ein. " Als Beispiel nennt er regelmäßige Absprachen zwischen Handwerkerschaft, Oberbürgermeister und Wirtschaftsförderung. " Herr Schmotz hat durchgesetzt, dass städtische Investitionen in kleinen Losen ausgeschrieben werden ", führt Brauer einen weiteren Grund an. " Dadurch wachsen die Chancen für regionale Betriebe, einen Auftrag zu bekommen. " Axel Kleefeldt hält der Stadt auch die Zahlungsmoral zugute : " Wir sind bemüht, die Handwerker nicht als Bank zu benutzen. "

" Die Stadt Stendal zeigt, wie man mit bewusster Mittelstandsorientierung die regional ansässigen Betriebe unterstützen kann ", hatte Handwerkstag-Präsident Thomas Keindorf der Stadt ins Stammbuch geschrieben.