Borstel ( ro ). Bliebe es bei der gegenwärtigen Finanzierungsumlage für das Tierheim Stendal-Borstel, sei es durchaus denkbar, dass das Heim zum Jahresende schließen muss. Diese Aussicht bekräftigte Leiter Dieter Lusznat im Gespräch mit der Volksstimme. Die 90 Cent, die die Städte und Verwaltungsgemeinschaften zurzeit pro Einwohner zahlen, reichen bei weitem nicht aus. " Um eine schwarze Null zu schreiben, wären für dieses Jahr 1, 41 Euro notwendig ", so der Leiter des vom Tierschutzverein getragenen Heims. " Da habe ich die Katzenkastration, die den Verein jährlich 13 500 Euro kostet, schon heraus gerechnet. Inklusive müsste die Umlage 1, 51 Euro betragen. "

Wie mehrfach berichtet, kündige sich laut Lusznat als Folge des Kampfhundegesetzes ein großer Andrang an Hunden von Besitzern an, die sich den geforderten Wesenstest, Kostenpunkt : 300 Euro, nicht leisten können oder wollen. Der Tierheimleiter ist um ein Gespräch mit dem Landkreis bemüht, von dem er sich eine Koordinierung in Sachen künftiger Umlage wünscht.