Das 16. Zeltlager der Jugendfeuerwehren der Verwaltungsgemeinschaft Stendal-Uchtetal fndet derzeit im Waldbad Wischer statt. 70 Kinder und Jugendliche sowie 30 Betreuer und Helfer beteiligen sich am Camp.

Stendal. Friederike Herrmann reißt die Arme nach oben. Die Zwölfjährige und ihr Team haben als Erste das Ufer des Sees in Wischer erreicht. Die gegnerische Mannschaft rudert noch. Friederike ist zum zweiten Mal beim Zeltlager der Jugendfeuerwehren der Verwaltungsgemeinschaft Stendal-Uchtetal dabei. Auf das Schlauchboot-Wettrennen hat sich die junge Gohrerin bereits sehr gefreut : " Vergangenes Jahr haben wir verloren, dieses Mal wollen wir vordere Plätze. " Das Rudern mache großen Spaß, gehe aber auch ganz schön in die Arme, erklärt das Jugendfeuerwehrmitglied.

Feuerwehrtraining, Spaß und Gemeinschaft sind es, die

as Camp jedes Jahr zu einem besonderen Erlebnis machen. " Heimweh hat bisher noch keiner gehabt ", so Stendals Stadtwehrleiter Michael Geffers.

Das Schlauchboot-Wettrennen ist nur einer von vielen Höhepunkten und Freizeitangeboten des Feuerwehr-Feriencamps. Nach der Eröffnung am Montagabend fertigten die Kinder und Jugendlichen im Alter von zehn bis 16 Jahren aus Holz Boote an. " Das ist sehr gut angenommen worden ", berichtet Geffers. Feuerwehrausbildung stand Dienstagvormittag auf dem Programm. Es folgte das Schlauchboot-Wettrennen,

und am Abend gab es Pizza. Ein Fahrradsicherheitstraining mit der Kreisverkehrswacht, feuerwehrrelevante Übungen und eine Disko am Abend sorgten gestern für Ausbildung und Spaß gleichermaßen. Heute fahren die Jugendwehrmitglieder mit zwei Bussen nach Buch. Dort können sie Fahrrad-Quad und Schlauchboot auf der Elbe fahren. Mit zwei Bussen sind sie unterwegs. Mit dem Fahrrad geht es anschließend ins Jugendfreizeitzentrum Stendal. Und es folgt ein Kinobesuch. Go-Kart und eine Überraschung sind für morgen vorgesehen. Sobald es dunkel geworden ist, brechen die Teilnehmer zur Nachtwanderung auf. Ein Volleyballturnier wird Sonnabend ausgetragen. Zum Abschluss wird ein Lagerfeuer angezündet. Am Sonntag bauen die jungen Leute die Zelte ab, und es geht wieder nach Hause. Finanziert wird das Lager aus Haushaltsmitteln der Stadt.

Insgesamt nehmen 70 Kinder und Jugendliche ( mehr als in den Vorjahren ) aus neun Jugendfeuerwehren am Zeltlager teil. Betreut werden sie von 30 Helfern. Alle haben sie ihre Aufgabe zu erledigen. So kümmern sie sich um die Versorgung, bereiten die Veranstaltungen vor, halten Nachtwache, begleiten die Kinder bei den Radtouren, räumen auf. " Es fällt eine Menge an Aufgaben an ", so Geffers. Der Stadtwehrleiter bezeichnet das Zeltlager als eine tolle Sache. Hier geht es auch um die Nachwuchsgewinnung. " Generell gebe es zu wenig junge Leute in den Reihen der Brandschützer und Brandbekämpfer. " Die Jugendwehren haben viel zu wenig Mitgliede, wenn man bedenkt, dass wir den Feuerwehrnachwuchs aus den Jugendwehren erhalten. Neuzugänge sind jeder Zeit gern gesehen, egal in welchem Ort ", sagt Geffers.

f " Ich bin seit einem halben Jahr Mitglied in der Jugendfeuerwehr Stendal. Wie ich dazu gekommen bin ? Gute Freunde waren dabei, da bin ich halt auch mal mit hingegangen. Mir gefällt der Spaß in der Gemeinschaft. "

f " Das hier ist ein tolles Camp. Bisher hat mir das Bootebasteln am meisten gefallen. Ich bin zum ersten Mal dabei. In der Jugendwehr Jarchau bin ich seit einem Monat Mitglied. Weil meine Freunde dort sind, bin ich auch Mitglied geworden. Ob ich mal Feuerwehrmann werde, weiß ich noch nicht genau. " f " Seit Februar bin ich in der Jugendwehr Stendal. Dort Freunde zu treffen, macht mir Spaß. Am besten ist es aber, wenn wir mit dem Strahlrohr üben. Hier im Camp freue ich mich auf den Geburstag meiner Freundin Christine Wünsch. "

f " Ich will alles lernen, was mit der Feuerwehr zu tun hat. Später möchte ich als Feuerwehrfrau der Wehr beitreten. Mitglied in der Jugendwehr Gohre bin ich seit einem Jahr. Am liebsten mache ich bei den Übungen mit und bei Ausscheiden. Hier im Zeltlager freue ich mich auf das Schlauchbootrennen. Wir wollen gewinnen. "