Stendal. " Bei vielen Fotos wurde deutlich, dass trotz einer gesunkenen Teilnehmerzahl die Qualität der Bilder gestiegen ist ", erklärte Grafikdesigner und Jurymitglied Rüdiger Laleike gestern zur Eröffnung einer kleinen Ausstellung von Fotografen zum Wettbewerb des Vereins Stadtwandel unter dem Titel " Stendal alt – Stendal neu ". Allerdings – und deshalb habe es keinen ersten Preis gegeben – hätte kein Beitrag das Thema hundertprozentig getroffen. Ende Mai hatte sich die Jury, zu der auch Thomas Pusch von der Altmark-Zeitung sowie Susanne Moritz und Reinhard Opitz von der Volksstimme gehörten, sich darauf geeinigt. " Es sind dennoch sehr schöne Bilder dabei, die den Betrachter ansprechen ", so Laleike.

Dass Juryentscheidungen manchmal auf den Widerspruch der Wettbewerbsteilnehmer treffen, ist keine Seltenheit. Und auch bei der gestrigen Ausstellungseröffnung war das der Fall. Zum Vorschlag, dass man beim Thema " Stendal alt – Stendal neu " auch Menschen unterschiedlicher Generationen hätte zeigen können, meinte Preisträger Detlef Bialkowski, dass es dann ja " Stendal Alt – Stendal Jung " hätte heißen müssen. Und die Wettbewerbsteilnehmerin Juliane Schulz kritisierte, dass zwischen Ausschreibung und Einsendeschluss gerade angesichts winterlicher Lichtverhältnisse die Zeit für die Fotografen einfach zu kurz gewesen sei. Und auch die Nachricht, dass es im kommenden Jahr keinen Fotowettbewerb geben wird, fand nicht ihre Zustimmung : " Ich fände es schade, wenn das zu Ende sein sollte. " Kurz zuvor hatte Laleike verkündet, dass angesichts von nur fünf Teilnehmern in diesem Jahr eine Pause eingelegt werde.

Wer die 36 Arbeiten der zehn Teilnehmer des vorerst letzten derartigen Fotowettbewerbs des Vereins Stadtwandel sehen möchte, hat in den kommenden vier Wochen Zeit dazu in der Kreissparkasse an der Stendaler Poststraße.