Tangermünde. Farbintensive Arbeiten von Josef Waldow und Lichtobjekte von Kerstin Schneggenburger beleben seit Freitag die Salzkirche am Tangermünder Zollensteig.

Das Künstlerduo, das seinen Arbeits- und Lebensmittelpunkt in der Wische direkt hinter dem Elbdeich bei Losenrade gefunden hat, ist mit seinen Werken das erste Mal in der Kaiserstadt.

Eine gewisse Ruhe strahlen die Arbeiten von Kerstin Schneggenburger aus. Die studierte Psychologin und Philosophin hat aus Holz, Papier und Energiesparlampen Objekt geschaffen, die durch ihr warmes Licht " zum Träger der Hoffnung werden ", beschreibt die Künstlerin selbst die Wirkung ihrer Werke. Seit 14 Jahren baut sie das Künstlerhaus Raspelière bei Losenrade aus. Dabei findet sie hin und wieder die Grundlagen für ihre Arbeiten. So ist beispielsweise die " Dreadnought " – ein Lichtobjekt in Schiffsform – aus einem Eichenfachwerkriegel entstanden. Andere Dinge, die die gebürtige Bremerin mitgebracht hat, ähneln Burgen, Häusern oder Blüten.

Einen farbintensiven Kontrast zu den beruhigenden Lichtobjekten bilden die Werke von Josef Waldow. Der Berliner hat Bilder von Menschen nach Tangermünde getragen. Die Serie des zeitgenössischen und polemischen Akts steht im Mittelpunkt dieser Exposition. In mehr als 20 Jahren sind all die Arbeiten – in Öl, Mischtechnik und Acryl – entstanden. " Sie alle handeln davon, wie sich der heutige Mensch

prostituiert, inszeniert, wie er geängstigt und ausgebeutet wird ", beschreibt Waldow seine Kunstobjekte.