Der Rektor der Hochschule Magdeburg-Stendal, Prof. Andreas Geiger, und die Geschäftsführerin der Stendaler Arbeitsagentur, Marina Kermer, setzten gestern ihre Unterschriften unter eine Kooperationsvereinbarung. Darin geht es um die Beratung Studierwilliger ebenso wie um die Unterstützung von Unternehmen bei der Qualif zierung von Fachkräften und von Absolventen in Sachen Berufseinstieg.

Stendal. Das Wort Kooperation ist den beiden Partnern der gestern unterzeichneten Vereinbarung schon lange nicht mehr fremd. Doch mit ebendieser wollen der Standort Stendal der Hochschule Madgeburg-Stendal und die hiesige Arbeitsagentur ihrer Zusammenarbeit eine neue Qualität geben, sie verbindlicher machen.

Der wichtigste Punkt in dem Papier, unter das Marina Kermer, Geschäftsführerin der Stendaler Arbeitsagentur, und Hochschulrektor Prof. Andreas Geiger ihren Unterschriften setzten : die Vermittlung junger Leute ins Studium.

Ein Bemühen, das auf Bundesebene bereits 1992 von Hochschulrektoren, dem KultusministeriumundderArbeitsagentur auf den Weg gebracht und 2005 mit neuer Vereinbarung fortgeschrieben wurde, so Prof. Geiger. Hinzu komme, dass derzeit eine Marketing-Offensive laufe, die junge Leute für ein Studium in den östlichen Bundesländern begeistern soll. Doch den Stendaler Akteuren geht es um weit mehr als das Werben um Studenten. Auf diesem Gebiet nämlich hat die Stendaler Hochschule einiges vorzuweisen. Von den rund 1800 Studierenden kommen laut Prorektor Prof. Wolfgang Patzig 60 bis 70 Prozent aus den ostdeutschen Ländern und 30 Prozent aus Westdeutschland. Rektor Geiger nennt es das " Stendaler Phänomen ", dass ein extrem hoher Anteil der hier Studierenden nicht aus der Region komme.

Den beiden Stendaler Kooperationspartnern geht es darum, die Fachkompetenzen von Hochschule und Arbeitsagentur im Interesse der Studierwilligen zu bündeln. Möglichst punktgenaue Beratung der Abiturienten ist eines der Ziele. Mancher von ihnen gehe mit falschen Vorstellungen ins Studium. Was sind die Inhalte, was wird verlangt ? Das sind zwei der Fragen, die in einer gezielten Beratung beantwortet werden sollen.

Informationen über Studienangebote der FH und spätere Einsatzmöglichkeiten in der Region, darüber hinaus und auch im Ausland sollen gegeben werden. Dazu will die Arbeitsagentur ihre Reihe der Berufsinformationsveranstaltungen mit Hilfe der Fachleute der Stendaler Hochschule erweitern. Gefördert werden soll auch die Bereitschaft junger, bereits im Beruf stehender Leute, sich an der Hochschule weiterzuqualif - zieren.

Stichwort Duales Studium. es soll noch mehr Unternehmen in der Altmark als Möglichkeit nahe gebracht werden, ihren Fachkräftebedarf zu decken. Und nicht zuletzt wird sich die Arbeitsagentur einbringen, wenn es gilt, Absolventen der Hochschule auf dem Weg in den Beruf zu begleiten. Spezielle Sprechstunden und Informationsveranstaltungen für Absolventen wird es geben – auch das in Zusammenarbeit mit der Hochschule.

Noch eine gute Nachricht für die Stendaler Studenten : Die Jobvermittlung der Arbeitsagentur für Studenten wird ausgebaut. Jobangebote für Studenten, die von Firmen aus der Region machen, werden im Intranet der Hochschule zu f nden sein.