Tigerpython Ka schlängelte sich durchs Zir kus zelt auf dem Schulhof, die Ponys Max und Moritz blieben, bis sie fotografert wurden und spektakuläre Artistik verzauberte die rund 800 Besucher. 176 Schüler der Tangerhütter Grundschule hatten eine Woche lang mit dem ersten Mecklenburger Projektzirkus Smiley geübt und wurden mit viel Applaus belohnt.

Tangerhütte. " Es gehört sehr viel Mut dazu, hier ins Rampenlicht zu treten ", sagte Zirkusdirektorin Simona Woitschack, bevor die ersten Kinder in die Manege kamen. Gelernt haben die Fakire, Seiltänzerinnen, Tellerdreher oder Clowns eine ganze Menge, vor allem aber das Miteinander und die Konzentration auf die eigene Aufgabe im großen Ganzen.

Als hätten sie nie etwas anderes gemacht, lächelten Akrobaten trotz schwieriger Positionen am Trapez, schwangen die Cowboys lässig das Lasso und gaben die Ponydresseure den fotosüchtigen Pferdchen schon mal einen gezielten Knuff. " Auch die Lehrer haben in dieser Woche einiges gelernt ", sagte Simona Woitschack zum Abschluss : " Sie mussten sich zurückhalten. " Schulleiterin Andrea Hanke bestätigte, dass die jungen Zirkusleute bei den Kindern sehr gut ankamen. " Wir konnten uns am Anfang noch gar nicht richtig vorstellen, wie das eine Woche lang funktionieren soll ", sagte sie und fügte an : " Unsere Schüler haben uns immer wieder in Erstaunen versetzt, alle hatten ganz viel Spaß, weil wir so tolle Begleiter hatten. " Gemeinsam mit dem Projektverantwortlichen und stellvertretenden Schulleiter Volker Briesemeister sagte sie mittels kleiner Präsente danke.

" Sie waren ein fantastisches Publikum und haben mit Ihrem Lachen und ihrem Applaus ihre Bewunderung für die Leistung der Kinder ausgedrückt ", sagte Simona Woitschack.

Vom Leben der

Artisten erfahren

Die Kinder der Grundschule lernten vom Aufbau der Manege über die Erarbeitung der einzelnen Beiträge auch das Leben eines Künstlers hinter den Vorhängen kennen. Knapp 90 Kinder wurden pro Show in kürzester Zeit eingekleidet und geschminkt. Zum Programm gehörten aber auch die Zirkuslieder des Chors, die Simona Woitschack ganz begeisterten. " Denn man kann nicht immer lachen ", heißt es etwa im Lied " Manchmal möcht’ ich ein Clown sein ". In der Manege hatten die Kinder jedoch alle gut Lachen und sichtlich Spaß.

400 Gäste passen in das Zirkuszelt der Familie Woitschack, zu der neben Simona Ehemann Stefan sowie die Kinder und Schwiegerkinder Joffrey, Chantal, Charlett, Gino und Jessie gehören. In Tangerhütte waren beide Galavorstellungen voll ausgebucht. Und so manches jüngere Geschwisterkind hoffte an dem Abend, dass der Zirkus noch einmal kommt, wenn es selbst in der Schule ist und Star in der Manege sein kann.