Stendal. Zwei Sportler, deren sportliche Aktivitäten und Erfolge gegensätzlicher nicht sein können, erregen in Stendaler Sportkreisen Aufsehen. Zum einen Ingrid Rösicke. Sie ist als langjähriges Mitglied der Privilegierten Schützengilde längst keine Unbekannte mehr. Sie konnte schon so manchen Titel erringen. Seine Blicke zog aber auch – zum anderen – kürzlich auf der Schießsportanlage am Akazienweg ein braun gebrannter sportlicher Mann an ihrer Seite die Blicke auf sich.

Es handelte sich um Herbert Manck, den Ex-Weltmeister bzw. Deutschen und Europameister im Ringen und Athletik-Fünfkampf. Auch die Auszeichnung als " Bester Allround-Sportler Deutschlands " gehört zu seinen Ehrungen.

Wohnhaft in Heppenheim an der Bergstraße als Nachbar von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl hat der heute 67-Jährige seinen Sport zwischen dem 12. und 40. Lebensjahr erfolgreich betrieben. Dank seiner Erfahrungen und Erfolge trainierte er auch den bekannten Ringer Wilfried Dietrich. Wer in die Ringerhochburg Schifferstadt kommt, wird das lebensgroße Bildnis von Herbert Manck neben anderen berühmten Sportlern an einer großen Giebelwand entdecken, das von einem chinesischen Künstler gemalt wurde. Seit etlichen Jahren arbeitet er auch im Nationalen Olympischen Komitee mit.

Als Unternehmer für Elektronik kam er nach der Wende nach Stendal und lernte nicht nur die Stendaler Schützin kennen, sondern auch Jörg Ohm von Lok Stendal. " Ich bin ein wenig stolz, inzwischen Ehrenmitglied bei den Lok-Fußballern zu sein und verfolge natürlich mit Interesse die Ergebnisse der Fußballer und sportlichen Erfolge der Schützen ", sagte Herbert Manck.