Stendal ( ro ). " Ihr seid sehr schlaue Kinder, ihr habt schnell gelernt. Eure Lehrer können stolz auf euch sein. " Die Zweitklässler, die tanzen und dazu ein englisches Lied singen, das sie gerade einstudiert haben, strahlen, als ihnen Hildebrand-Abiturient Chris Rosentreter das Lob von Helen Woodhouse übersetzt. Die Lehrerin aus Studley in der mittelenglischen Grafschaft Warwickshire ist mit ihren Kolleginnen Terry Appleby und Carol Chang nicht zum ersten Mal in Stendal. Die europaweite Comenius-Schulpartnerschaft hat sie in dieser Woche mit den Schülern und Lehrern der Grundschulen am Stadtsee und Petrikirchhof zusammengeführt. Ebenfalls in Stendal sind drei Pädagogen einer Grundschule aus dem englischen Harbury und dem fi nnischen Pukkilan.

Da wird gemeinsam Unterricht gemacht, gesungen und getanzt oder fi nnisches Baseball gespielt. Die Stadtsee-Grundschüler wanderten mit ihren Gästen um den Stadtsee. Gestern ging es auf Radtour nach Buch, wo das Umweltzentrum mit Heuhotel und Kräutergarten besichtigt wurde. Heute steht ein Ausfl ug mit den ausländischen Gästen in den Harz auf dem Programm.

Das Fazit von Terry Appleby nach zwei Tagen an Stendaler Schulen : " Die Kinder sind hier genauso liebenswürdig und enthusiastisch wie in England, da habe ich kaum Unterschiede festgestellt. "

Für die Petrikirchhofschule ist damit das letzte Comenius-Projektjahr angebrochen. Die Lehrerinnen Simone Schönburg und Ines Albrecht bauen auf nachhaltige Folgen : " Wir hoffen, dass wir mit den Schulen in England und Finnland in Kontakt bleiben. Es haben sich viele Brieffreundschaften zwischen den Kindern angebahnt. "