Auf der großen Altstadtbrache im Winkel von Hoock und Karnipp wird nach jahrzehntelangem Stillstand endlich wieder gebaut. Gestern begannen die Vorarbeiten für den Bau einer Wohnanlage mit 19 Servicewohnungen, die spätestens im Frühjahr 2010 fertig sein sollen.

Stendal. Als in den 80 er Jahren der große Abwasserhauptsammler gebaut werden sollte, ließ die Stadt eine Schneise quer durch die nördliche Altstadt schlagen. Die Südseite der Rohrstraße, der Karnipp und der Uppstall westlich des Sidenbüdel mit ihrer kleinteiligen Fachwerk- und Backsteinbebauung f elen diesem Kahlschlag zum Opfer. Seitdem ist der Uppstall teilweise neu bebaut worden, Karnipp und Rohrstraße felen in einen Tiefschlaf.

Gestern rückte der erste Bagger auf dem großen Eckgrundstück Hoock / Karnipp an, um die Fläche zu räumen. In der nächsten Woche wird der Boden ausgehoben, eine Schottertragschicht eingebracht und die Bodenplatte gelegt, auf die schließlich ein Neubau mit 19 Wohnungen gestellt wird. Das Eckgebäude wird an das letzte Haus des Hoock anschließen, bis zur Ecke Karnipp und noch 30 Meter weiter den Karnipp entlang wachsen.

Projektbetreuerin Edith Wilde aus Stendal und Investor Raimund Prill, ein Architekt aus Rathenow, schauten sich gestern die ersten Aktivitäten auf dem Grundstück an. Bis März nächsten Jahres sollen dort 19 Servicewohnungen für ältere Mieter entstehen. Da das Haus aus Leichtbeton-Fertigteilen montiert wird, wird es anfangs schnell sichtbar vorangehen.