Der großfl ächige Pfl anzenschutz-Einsatz gegen den Forstschädling Eichenprozessionsspinner im Norden der Verwaltungsgemeinschaft Seehausen war nach Auffassung der Forstamtsleiterin Katja Döge sehr erfolgreich. Unter vielen untersuchten Bäumen und Baumgruppen, insbesondere innerhalb von Ortschaften, liegen die abgestorbenen Raupen in Massen auf der Erde.

Seehausen. Die Ende April aus der Luft und vom Boden aus vorgenommene Pfl anzenschutzaktion war ersten Bestandsaufnahmen zufolge sehr erfolgreich. Insbesondere an einzeln stehenden Eichen, an Alleen und Eichengruppen ist dies schon daran zu erkennen, dass die Raupen stellenweise dicht auf dicht an der Erde liegen. " Es ist enorm, wie viele Raupen tot unter den Bäumen liegen ", sagt die Leiterin des Forstamtes Nordöstliche Altmark, Katja Döge. Und : " Die Fraßschäden an den Eichen wären jetzt schon wesentlich deutlicher sichtbar, wenn der Einsatz nicht stattgefunden hätte. "

Aus ihrer Sicht sei die Aktion genau zum richtigen Zeitpunkt erfolgt. Vor allem das Wetter habe mitgespielt. " Für einen optimalen Erfolg hätte es nach dem Einsatz mindestens eine Nacht lang keine Niederschläge geben dürfen. Es hat aber erst nach zirka 48 Stunden angefangen zu regnen. So wurde das ausgebrachte Pfl anzenschutzmittel von den Raupen auch wirklich aufgenommen. "

Ein weiterer Beleg für den Erfolg der Aktion sei der Vergleich mit anderen Jahren. So seien in der Region Mitte Mai bereits Kahlfraßerscheinungen an Eichen zu verzeichnen gewesen. Außerdem könne man den Unterschied zu den Regionen, wo keine Behandlung stattfand, erkennen. Döge : " Dort sind die Bäume teilweise nach wie vor stark befallen und die Fraßschäden entsprechend deutlicher sichtbar. "

Wie die Forstamtsleiterin weiter ausführt, ist die genaue Untersuchung des Behandlungserfolgs noch nicht abgeschlossen. So habe die Nordwestdeutsche Forstliche Untersuchungsanstalt etwa in den behandelten Wäldern und größeren Eichenbeständen Tücher ausgelegt. " Dort sammeln sich die abgestorbenen Insekten. So kann man die Erfolgsquote recht genau ermitteln. Außerdem lassen sich Rückschlüsse über andere betroffene Arten ziehen ", erklärt Döge.

Behörden bitten

um Rückmeldungen

Nicht auszuschließen sei ein erneuter Raupenbefall in den kommenden Jahren. In diesem Zusammenhang bitten die zuständigen Behörden auch um Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Wenn es eventuell Eichenbestände oder Einzelbäume gibt, wo in diesem oder im kommenden Jahr stärkerer Raupenbefall beobachtet wird, sollte entweder das Forstamt Arendsee oder das Ordnungsamt der Verwaltungsgemeinschaft Seehausen informiert werden.

" Ein erneuter Einsatz gegen den Eichenprozessionsspinner ist in den kommenden zwei Jahren möglich. Erforderlich ist dafür jedoch eine eingehende Untersuchung der Befallsquote jeweils zu Jahresbeginn ", so Katja Döge.