Nur kurz war die Bange, dass der Regen am Donnerstagabend den Maifeuern den Garaus machen könnte. Am Ende war es umgekehrt : Der Himmel klarte auf, während die Altmärker den Mai mit Flammen und Feuerwerk begrüßten. Und vielerorts vervollständigten Maibäume das traditionelle Bild.

Landkreis Stendal ( nk / dan ). Die Scheite waren aufgehäuft, die Birken mit bunten Bändern geschmückt, die Menschen nach zeitigem Feierabend in bester Laune. Doch genau dann, als die Altmärker sich aufmachen wollten zu den verschiedenen Maifesten in der Region, schickte so mancher einen bangen Blick zum Himmel. Dort türmten sich nämlich dicke Gewitterwolken auf und grummelten die ersten Unwetterboten. Doch Glück gehabt : Ein kurzer Schauer war ‘ s nur, der höchstens die winzigen unter den Flämmchen zu löschen vermochte. Alsbald lösten sich die Festbesucher wieder aus den Trauben unter Imbissdächern oder Zelten und stürzten sich ins abendliche Getümmel auf Plätzen und Wiesen.

Blieben manche Dörfer des Landkreises Stendal gänzlich von Schlechtwetterphänomenen verschont, wurden andere umso stärker heimgesucht. In Börgitz beispielsweise tobten Sturmböen über den Festplatz, so dass das Zelt wegzufl iegen drohte. Doch mit vereinter Kraft der Besucher konnte es am Boden gehalten und die Feier fortgesetzt werden. In Vinzelberg ging es nicht ganz so arg vonstatten, aber angesichts kräftiger Winde wartete man mit dem Aufstellen des Maibaums, bis sich die meteorologischen Wogen wieder geglättet hatten. Dann aber stand einer ausgelassenen Feier in den Mai nichts mehr im Wege.