Stendal. Mit der Eröffnung der Altmark-Oase 2002 hatte das Freibad an der Osterburger Straße, Otto-Krause-Bad genannt, ausgedient. Nach seiner Schließung verschwanden nicht nur die Schwimmbecken, Sprungtürme und sozialen Einrichtungen, sondern auch ein Teil der Bepflanzungen. In den zurückliegenden Jahren verwilderte dieses vergessene Gelände immer mehr, wurde zur Müllkippe.

Nachdem die Stadt die rund 23 500 Quadratmeter große Fläche für eine Umgestaltung freigegeben hatte, übernahm die " akademie facultas – gemeinnützige Gesellschaft für Bildung und Gesundheit mbh " als Tochterunternehmen des Instituts für Berufliche Bildung die Initiative und startete das Projekt " Schaugarten-Gartenträume-Gartenvielfalt ". Diese Maßnahme ist darauf ausgerichtet, erwerbsfähigen ALG-II-Beziehern, die älter als 50 Jahre sind, eine langfristige, sinnvolle Beschäftigung zu bieten, die über drei Jahre laufen wird. Dieses Vorhaben wird durch Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds und der Arge Stendal finanziert.

Am 1. November 2008 gingen 20 Frauen und Männer, deren Chancen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt ungünstig sind, unter fachlicher Anleitung daran, das Gelände umzugestalten. Neben einem umfangreichen Wegesystem werden hier Terrassenbeete, ein Duft- und Tastgarten, Kräuterbeete, eine Streuobstwiese und Spielmöglichkeiten aus Naturmaterialien angelegt, aber auch Sitzgelegenheiten installiert, Nistmöglichkeiten geschaffen. Mit Holzfiguren, die von den Mitarbeitern selbst geschnitzt wurden, wird das Areal zusätzlich verschönert. Für die Gestaltung werden überwiegend Naturmaterialien wie Schnittholz, Reisig, Steine, Grasplatten und Erdreich verwendet.

Mit der Fertigstellung wird nicht nur der Stadtteil Nord um eine ansehnliche Fläche reicher sein. Alle Stendaler können sich auf eine neue Grünanlage zur Erholung und Begegnung freuen.