Osterburg. Im wahrsten Sinn des Wortes Nägel mit Köpfen machte die Osterburger Lebenshilfe am Mittwochnachmittag mit einer Grundsteinlegung und einem Richtfest. Im Gewerbegebiet am Schaugraben entsteht derzeit eine neue Werkstatt für behinderte Menschen.

Mit Unterstützung des Landkreises Stendal entsteht derzeit eine Einrichtung, die 48 Menschen mit einer psychischen Behinderung Ausbildung, Therapie und EinkommenaneinerStelleermöglichen soll. Es wäre die fünfte Arbeitsstätte der Lebenshilfewerkstatt in Osterburg und Umgebung. Derzeit betreut die Einrichtung 253 Betroffene.

Neues Domizil geht

im Dezember in Betrieb

Dass die neue Werkstatt am Schaugraben entsteht, hat einen praktischen Nebeneffekt. " Wir wollen die Zusammenarbeit ausbauen ", erläuterte Regina Bahlke, Geschäftsführerin der Lebenshilfewerkstatt, mit Blick auf die enge Nachbarschaft zu einem Gebäudeausstatter. Allerdings denke man auch über neue Geschäftszweige im Diensleistungssektor und im grünen Bereich nach. Die Grundsteinlegung übernahm Regina Bahlke mit Armin Golz von der gleichnamigen Fachf rma. Golz freut sich darüber, dass viele Aufträge in der Region blieben, hob aber auch die Bedeutung der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung hervor. Der Lebenshilfe-Vorsitzende Ernst Schmidt musste auch den Hammer schwingen, um den letzten symbolischen Nagel in den Dachstuhl einzuschlagen.

Auch wenn die Mädchen und Jungen der integrativen Lebenshilfe-Tagesstätte Flessau bei ihrem Programm mit dem Lied " Wer will f eißige Handwerker sehen ... " schon den Maler herbeisangen, wird es nicht ganz so schnell gehen. Aber noch im Dezember soll die Werkstatt ihren Betrieb aufnehmen.