24 Jugendliche aus Deutschland und Polen verbrachten die vergangenen Tage gemeinsam – während der Arbeit und in der Freizeit. Das Austauschprogramm des Christlichen Jugenddorfes ( CJD ) Billberge machte es möglich. Seit zwölf Jahren besteht zwischen der Einrichtung und einer polnischen Schule in Lomza dieser Kontakt.

Billberge. Auf dem Außengelände des Christlichen Jugenddorfes ( CJD ) Billberge herrschte gestern Vormittag geschäftiges Treiben. Mädchen und Jungen aus dem polnischen Lomza und Deutsche, die im CJD ihre Ausbildung absolvieren, waren emsig damit beschäftigt, an ihrem gemeinsamen Projekt zu arbeiten. Hinter der Schautafel, die vor zwei Jahren von Deutschen, Polen und Litauern gebaut worden war, entsteht in diesen Tagen ein kleines Idyll zum Entspannen.

Der Graben für einen kleinen Wasserlauf ist ausgehoben und mit Teichfolie ausgelegt. Auch der Pumpensumpf existiert bereits. Steine für den Grabenrand und den Wasserlauf selbst werden gerade angefahren und von den Mädchen und Jungen platziert. Über den künftigen Wasserlauf haben die Jugendlichen eine Brücke aus Holz gelegt. Den Weg zur Brücke hin und von ihr weg haben sie mit Kies aufgefüllt und an seinen Rändern mit kleinen Feldsteinen markiert.

Dirk Maaß, Lehrer im CJD, und Claudia Jankowska, Dolmetscherin, stehen den jungen Menschen zur Seite. Sie packen mit an, geben Tipps und Ratschläge.

Zur gleichen Zeit wird in der Holzwerkstatt f eißig gearbeitet. Hier bauen Deutsche und Polen Begrüßungsschilder für Storkau und Billberge. Ausbilder Joachim Müller lenkt dieses Projekt. Es ist am vorletzten Tag der Begegnungswoche auch fast abgeschlossen. Zusammen mit Bürgermeister Sabine Augustin stellten sie das erste Objekt gestern Vormittag auf.

Dabei erinnert sich Claudia Jankowska, dass in jedem der sechs Jahre, in denen die Polen nach Deutschland kamen, etwas für die Gemeinde oder das CJD gebaut wurde. Die Sitzgruppe aus Holz am Ortseingang von Storkau gehört unter anderem dazu. Doch nicht nur die polnischen Gäste hinterlassen ihre Spuren, wenn sie nach einer Austauschwoche in ihre Heimat zurückkehren. Auch die Deutschen arbeiten in jedem zweiten Jahr in Lomza an Projekten mit, die von Dauer sind.

Heute werden die 24 Jugendlichen ihre gemeinsame Arbeit beenden und Abschied feiern. Am Mittwoch treten die Polen ihre Heimreise an. Dabei werden sie Erinnerungen an den Harz mitnehmen, an Magdeburg, eine Kanufahrt auf der Elbe, an Reiterspiele, eine Nachtwanderung und das Leben im CJD.

Im nächsten Jahr werden CJDler nach Polen reisen und dort eine Woche lang das Miteinander bei der Arbeit und in der Freitzeit erleben.