Die Bundesgartenschau in Schwerin hat ihre Pforten geöffnet. Die Bürgermeister und Mitglieder des Aufbaustabes aus der Havelregion, die für 2015 die Bundesgartenschau vorbereiten, bekamen schon einen Vorgeschmack darauf, was sie in sechs Jahren erwartet.

Havelberg. " Da ist schon ein Kribbeln im Bauch ", sprachen Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski und Kämmerin Petra Jonschkowski über ihre Empfindungen, als sie durch das Eingangstor zur Bundesgartenschau in Schwerin schritten. " Das ist ja nicht die erste Buga, die ich besuche. Aber jetzt ist es eben etwas ganz Besonderes ", schätzte der Bürgermeister mit Blick darauf ein, dass in sechs Jahren die Havelregion Gastgeber für die Buga ist. " Mir ist klar geworden, was noch auf uns zukommen wird und dass das eine sehr schöne Sache ist. Die Buga ist ein Höhepunkt für die Schweriner. "

Das war vor allem zu spüren, als sich die Buga-Tore öffneten. Tausende Besucher strömten auf das Terrain mitten in der Stadt mit Schloss, Schlossgarten und direkt am Wasser gelegen. " Sieben Gärten mittendrin " lautet das Motto. Gezeigt wird die Entwicklung der Gartenbaukunst über die Jahrhunderte hinweg vom Barock bis ins 21. Jahrhundert. Die schwimmende Wiese präsentiert die Moderne. " Man hat gesehen, wie gut die Menschen Veränderungen annehmen ", sagte Bernd Poloski. Gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Rathenow, Premnitz, Rhinow und Brandenburg sowie den Mitgliedern des Aufbaustabes nahm der gebürtige Mecklenburger die Gartenschau und die damit verbundenen positiven Veränderungen im Stadtbild in Augenschein. Das Konzept für die Buga an der Havel sieht er bestätigt. Eine Bundesgartenschau sei nicht nur als reine Blumenschau zu verstehen, sondern vielmehr auch unter städtebaulichem Aspekt. " Es ist der riesengroße Reiz, das Vorhandene einzubinden. Das ist hier gelungen mit der Verbindung zur Altstadt und zum Schloss. Wir haben hier mehr gesehen als eine Blumenschau. "

" Man schaut, was man vielleicht anders machen könnte "

Mit einem ganz anderen Blick als nur als Besucher nahm Petra Jonschkowski alles auf, was die Schweriner Buga zu bieten hat. " Man sucht nach Anregungen und schaut, was man vielleicht anders machen könnte. " In Havelberg werde der Dom das historische Bauwerk sein, das aus dem Buga-Gelände herausragen wird. So viel Freiraum, wie die Schweriner Buga bietet, werde es in Havelberg nicht geben, dafür aber kleine, feine Flächen, auf denen Gartenkunst präsentiert werden kann. Die Stadtkirche als Blumenhalle werde auch nicht die Masse an Pflanzen präsentieren können wie die Halle in Schwerin. Dafür werde sie eine tolle Kulisse sein, in der sich Details gut darstellen lassen. Die Havelberger Kämmerin war ganz angetan von den Arrangements aus Azaleen und Rhododendron. Manche auf Stämmen gewachsen und über Generationen von Gärtnern gezüchtet. Sie hofft, dass diese Blühwunder auch in sechs Jahren in Havelberg zu sehen sein werden.

Stephan Lechner von der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft, mit dem die Havelanrainer in der Vorbereitung auf ihre Buga bereits zusammengearbeitet haben, führte die Delegation über das Ausstellungsgelände und gab so manchen Tipp.

Für alle, die auch einen Buga-Besuch in Schwerin planen, hier noch ein Tipp der Havelberger. Den Pkw am besten auf dem Großparkplatz Eulerstraße stehen lassen. Von dort geht es in zirka zehn Minuten mit der Straßenbahn direkt bis zum Buga-Haupteingang am Schweriner Schloss.