Schönhausen. Auch wenn die Altmark mit den sachsen-anhaltischen Touristenhochburgen wie beispielsweise dem Harz noch längst nicht mithalten kann, " die Zahlen für 2008 stimmen uns positiv ". Das erklärte Mandy Hodum, die seit Januar Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Altmark mit Sitz in Tangermünde ist, den Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Landwirtschaft und Tourismus. Sie hatten sich in Schönhausen getroffen, um unter anderem das Bismarck-Museum zu besuchen und die Vorjahresbilanz des Tourismusverbandes Altmark.

In Stendal beispielsweise stieg die Auslastung der Übernachtungskapazitäten 2008 um immerhin 17, 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in Havelberg machen die 25 018 Übernachtungen immerhin knapp 12 Prozent mehr aus. Eingerechnet sind hier allerdings nicht die privaten Anbieter, sondern nur die Unternehmen mit über neun Betten. Insgesamt gab es 2008 rund 513 000 Übernachtungen in diesen Häusern. Rund 100 000 könne man bei den Privaten noch dazurechnen. Es gibt in der Altmark 100 Hotels und Pensionen, 5000 Gaststätten, 1500 Kilometer Radwege, 700 Kilometer Wanderwege, 1600 Kilometer Reitwege mit 40 Reiterhöfen.

" Die Bemühungen um den Tourismus lohnen sich ", resümierte Mandy Hodum. " Wir wollen weiter offensiv vorwärts gehen. "

Dazu zählen in diesem Jahr drei Projekte : " Radlerland Altmark ", " Städte stärken – Kulturmark " sowie " Barrierefreie Altmark ". Alle drei haben zum Ziel, die Übernachtungszahlen und die Verweildauer von derzeit durchschnittlich zwei Tagen zu steigern und auch die Saison zu verlängern. Die verschiedenen Aktiv-, Kultur- und Genussangebote unter den Rubriken Radfahren, Wandernester, Straße der Romanik, offene Gärten, Hansestädte, Schlösser und Herrenhäuser oder Familientourismus würden von den Touristen gut angenommen. " Wird das Angebot hier nicht zu sehr zersplittert ?", gab Ausschuss-Mitglied Eduard Stapel zu bedenken. Jeder Gast wolle sich im touristischen Konzept wiederfinden und nach seinem Geschmack wählen können, entgegnete Hodum.

Dem Ausschussvorsitzenden Norbert Tanne war es abschließend wichtig, dass das Radwegenetz spätestens bis zur Bundesgartenschau und dem 200. Geburtstag Otto von Bismarcks im Jahr 2015 unbedingt fertig sein muss, damit die Radler auf verschiedenen Abschnitten nicht mehr auf den Straßen fahren müssen.