Arendsee. Die Rohre der Trinkwasserleitung auf dem Campingplatz Arendsee sind zwischen 20 und 30 Jahre alt, und entsprechend altersschwach. Über die Folgen berichtete Jost Fischer, Geschäftsführer der Luftkurort Arendsee GmbH, am Dienstagabend während der Ortsbegehung mit den Bau- und Wirtschaftsausschussmitgliedern des Stadtrats : " Im letzten Jahr hatten wir unzählige Rohrbrüche. Wir mussten zusätzlich 16 000 Euro an den Wasserverband nachzahlen, die wir nicht auf die Dauercamper umlegen können. " Denn es sei nicht nachweisbar, was tatsächlich Mehrverbrauch war und was in Folge der Rohrbrüche weggefl ossen sei.

Er fürchte, dass es erneut zu Havarien komme, wenn das Wasser nach der Winterpause wieder angestellt werde. " Keiner von uns weiß, wie es wirklich unter der Erde aussieht. "

Er legte den Ausschussmitgliedern seine Vorstellungen zur Investition in das marode Leitungsnetz vor. Danach sollen 30 000 Euro in der ersten Jahreshälfte in die Erneuerung des ersten Abschnitts der Versorgungsleitung investiert werden. Das Geld stammt aus Mitteln des Eigenbetriebs Fremdenverkehr, der das Anlagevermögen der Luftkurort Arendsee GmbH verwaltet.

Die Ausschussmitglieder stimmten zu, einen neuen Zaun um den Parkplatz 1 und den Campingplatz am Harper Weg zu setzen, neue Spielgeräte am Strand und auf dem Campingplatz aufzustellen und Lampen zu erneuern.

Die Stadträte informierten sich an dem Abend auch über den Stand der Saisonvorbereitungen auf dem Platz, im Strandbad und auf der Queen Arendsee. Herbabgefallene Äste und Zweige sind beiseite geräumt und die Stubben der gefällten Bäume am Strand und auf dem Parkplatz abgefräst worden. Auf dem Mississippi-Shuffle-Boat wird zurzeit das Oberdeck gestrichen. " Die Toiletten am Schiffsanleger werden zum Saisonstart in Betrieb genommen ", kündigte Fischer an.

Ein noch nicht lösbares Problem sprach Jost Fischer zu Beginn der Frühjahrsbegehung an. " Unsere Zufahrt zum Campingplatz über den Harper Weg ist nicht attraktiv genug und durch das Holperpfl aster kaum noch zumutbar ", sagte er. Geplant sei seit langem der Bau einer neuen Zufahrt von der Lindenstraße aus. Aber die Investition könne nur im Zusammenwirken mit dem Integrationsdorf realisiert werden. Die behinderten Besucher der Einrichtung, besonders die Rollstuhlfahrer, seien besonders betroffen von der derzeit immer noch beschwerlichen Zufahrt.