Stendal. Seit Donnerstagabend steht fest, dass sich 210 Frauen und Männer aus dem Landkreis Stendal bei den Kommunalwahlen am 7. Juni um Sitz und Stimme im neuen Stendaler Kreistag bewerben werden.

Der Kreiswahlausschuss tagte und ließ die Wahlvorschläge der sechs Parteien, die bereits jetzt im Kreistag vertreten sind und erneut antreten ( CDU, SPD, Die Linke, Bündnis 90 / Die Grünen, FDP und Zentrumspartei ) zu. Einzig im Wahlvorschlag der FDP konnte ein Bewerber nicht zugelassen werden, weil seine Unterlagen nicht komplett waren.

Neu um die Wählergunst wirbt die Unabhängige Wählergemeinschaft " Landwirte für die Region ", die ebenso wie die anderen Mitbewerber in allen drei Kreistagswahlbereichen antritt. Das sind der Wahlbereich I ( Stendal-Stadt ), der Wahlbereich II ( Stendal-Land ) und der Wahlbereich III ( Osterburg-Havelberg ).

Bis zum Ostermontag hatten die Parteien und Wählergemeinschaften Zeit, die Leute zu benennen, mit denen sie künftig im Stendaler Kreistag vertreten sein möchten. Dass es sich bei diesem letzten Tag, an dem Wahlunterlagen eingereicht werden konnten, um einen Feiertag handelte, ist eher Zufall. Das Wahlgesetz schreibt vor, dass bis 55 Tage vor dem Wahltermin die Möglichkeit bestehen muss, Wahlunterlagen einzureichen. Und das war der 13. Februar – Ostermontag.

Von den nun feststehenden 210 Bewerbern wird rein rechnerisch allerdings nur jeder vierte die Chance bekommen, in den Kreistag einzuziehen. Der jetzige Kreistag ( am 13. Juni 2004 gewählt ) verfügt über 48 Sitze. Stärkste Fraktion ist die der CDU, die vor fünf Jahren die Stimmen von knapp 41 Prozent der Wähler auf ihre Bewerber vereinte und mit 20 Frauen und Männern in den Kreistag einzog. Zweitstärkste Fraktion ist die der Linken ( damals noch PDS ), die 13 Mandate bekam, gefolgt von der SPD mit 10 Kreistagsmitgliedern, der FDP ( 3 ) sowie den Bündnis-Grünen und der Zentrumspartei, die mit je einem Vertreter im Kreistag sitzen.

Der neue Kreistag wird wiederum für fünf Jahre gewählt.