Einmal jährlich treffen sich die Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis Stendal zu einem Orientierungsmarsch. Er findet an wechselnden Orten statt. Die diesjährige Aktion führte erstmals ins Elb-Havel-Land, und zwar in den Süden nach Fischbeck.

Fischbeck. Die Jugendwehr der Gastgeber feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen, weshalb der sechste Orientierungsmarsch der Jugendwehren des Landkreises im ostelbischen Bereich ausgetragen wurde. Der örtliche Wehrleiter André Köppe begrüßte zur Eröffnung auf dem Sportplatz immerhin 38 Mannschaften von 35 Jugendwehren des Kreises. Fünf bis zehn Kinder und Jugendliche umfasste ein Team, informierte Mario Jahs aus Stendal, stellvertretender Kreisjugendwart.

Mit dabei waren 251 Nachwuchsfeuerwehrleute, 88 Betreuer sowie 35 Helfer aus Fischbeck – sowohl von der Feuerwehr als auch Nichtmitglieder. Die Hauptlast der Vorbereitung lag auf den Schultern der Gastgeber, der Kreisverband unterstützte.

Der Orientierungsmarsch führte auf Feldwegen von Fischbeck weg in südliche Richtung, etwa drei, vier Kilometer mussten dabei unter die Stiefel genommen werden. Unterwegs waren je zwei Trupps in beiden Richtungen, das sparte Zeit. Das Wetter meinte es gut mit dem Nachwuchs der Feuerwehren, die Sonne strahlte vom blauen Himmel.

Sieben Stationen waren zu absolvieren, die beiden ersten gab es bereits am Sportplatz : Kenntnisse beim Verbandanlegen in der Ersten Hilfe und Geschicklichkeit beim Getränkekistenstapeln waren hier gefragt. Torwandschießen, Tasten und Fühlen sowie Geschicklichkeit standen ferner auf dem Plan. " Augen zu und durch " hieß es bei der Koordination – den Vorderen wurden die Augen verbunden, der Letzte musste sie dirigieren.

Beim Wissenstest wurden Fragen zum Gastgeberort gestellt, die Fakten hatte Bürgermeister Bodo Ladwig bei der Begrüßung geliefert. So war zu wissen, an welcher Bundesstraße Fischbeck liegt, dass der Ort einst durch die Rinderzucht bekannt wurde oder dass ein Verein sich um die Sanierung der Kirche bemüht. Der Bürgermeister erinnerte zudem an den großen Waldbrand im Juli 2000, bei dem etliche Wehren zum Einsatz kamen, sowie an das Hochwasser der nahen Elbe im Sommer 2002, bei dessen Bekämpfung ebenfalls die Feuerwehren stark eingebunden waren.

André Köppe blickte zu Beginn in die Geschichte seiner Nachwuchswehr : Vor 15 Jahren waren es um die 20 Kinder, die mit Begeisterung dabei waren, weshalb sogar zwei Dienstabende in der Woche stattfanden. Heute ist es schwieriger geworden, Kinder zu motivieren, dennoch wird bei der Fischbecker Wehr weiterhin Jugendarbeit betrieben. Am Ende zeigte er sich sehr zufrieden : " Alles hat gut geklappt, allen hat es gut gefallen und es gab keine Verletzungen. "

Nur getröstet werden musste die Mannschaft des Ausrichters Fischbeck nach dem Wettbewerb sicherlich : Sie schaffte es in der Rangliste nur auf Platz 35.