Stendal. Mit seinen neuen Bildern hat sich Dietrich Kutsch weiter vervollkommnet. Er beherrscht das Handwerk nahezu perfekt, hat seine Techniken weiter ausgefeilt und sich dabei die große Vielfalt der Themen und Motive erhalten. Dietrich Kutsch, Jahrgang 1934, Zahntechniker-Meister im Ruhestand, stellt seit Dienstag im Kunstkabinett der Volksbank aus. Zu sehen sind 32 Bilder, die fast ausnahmslos in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren entstanden sind – seit seiner bis dahin letzten Präsentation in der Bank am Birkenhagen.

" Bäume, Wälder und mehr " war die damalige Schau betitelt – und seine Liebe zu Bäumen, Wäldern und Meer kann und will er auch mit seinen neuen Bildern nicht verstecken. Gewaltige knorrige Stämme, felsige Küstenformationen, ein über dem Strand heraufziehendes Gewitter … Dabei ist der Betrachter häufig überrascht über die Schauplätze. Eine exotisch anmutende Urwaldszenerie hat er nicht etwa vom Amazonas, sondern von der Ostseeinsel Vilm mitgebracht. Sehr gelungen ein in Blautönen gehaltenes Porträt Pablo Picassos. Farblich besonders eindrucksvoll jahrtausendealte Baumformationen aus Kalifornien in leuchtendem Licht. Überhaupt : Der Mut zu reinen Farben hat ihn nicht verlassen. Kutsch findet seine Motive vor allem auf Urlaubsreisen und hält sie fotografisch fest. Gemalt wird im eigenen Atelier in Stendal. Demnächst will er sich wieder stärker auf Porträts konzentrieren, kündigte Kutsch an.

Viele Besucher der Vernissage blieben fasziniert vor dem großen Porträt des Mandrill-Affen stehen. Das lange Fell sehe aus, wie mit einem Kamm aufgetragen, vermuteten einige. Er habe die haarfeine Struktur mit einem Stift erzeugt, erklärt Dietrich Kutsch, und anschließend fixiert.

Die Bilder sind bis zum 29. Mai zu sehen.