Havelberg ( dh ). Völlig verändert zeigt sich die " Siedlungsgeschichte der Region " im Havelberger Prignitz-Museum. Der 250 Quadratmeter große Ausstellungsraum ist seit Mitte 2008 von Museumsmitarbeitern mit viel Mühe neu gestaltet worden.

Museologin Antje Reichel zum Grund der Umgestaltung : " Eine Kontrolle hatte ergeben, dass die alten Vitrinen aus den 60 er Jahren nicht mehr bruchsicher waren. " 15 gläserne Schaukästen – vor fast 45 Jahren extra für diese Ausstellung in Handarbeit gefertigt und gestaltet – mussten ersetzt werden. Dass in nunmehr weniger Vitrinenfläche nicht weniger an Schauwert und Informationen steckt, ist vor allem ein Verdienst von Antje Reichel. Sie sortierte unter anderem doppelte Exponate aus und bereicherte die Ausstellung um einige neue Objekte.

In der Ausstellung wird besonderes Augenmerk auf die Geschichte der Besiedlung an Elbe und Havel gelegt. Beide Flüsse trennten und verbanden die angrenzenden Kulturlandschaften Prignitz, Altmark und Land Jerichow.

Siedlungen und landschaftliche Veränderungen von der Steinzeit bis zur Slawenzeit sind ebenso Themen der Ausstellung wie Kolonisation, Christianisierung und mittelalterlicher Landesausbau mit Dörfern, Städten, Klöstern und Burgen. Die neuzeitliche Kolonisation, besonders in der Zeit des " Alten Fritz ", und die massiven Veränderungen der vergangenen beiden Jahrhunderte bilden den Abschluss.

Archäologische Funde, museale Objekte, Nachbildungen und Modelle beleuchten die Siedlungsgeschichte. Dazu gehören als älteste Stücke Steinwerkzeuge und ein verzierter Hirschgeweihstab aus der mittleren Steinzeit.

Sie belegen erste Siedlungen vor rund 8000 Jahren. Kunstvoll gearbeitete Geräte und Schmuck aus der Bronze- und Eisenzeit, vier Bronzehortfunde, ein vollständig erhaltener Einbaum, Schwerter, Kirchengerät und ein romanisches Bronzekruzifix sind weitere sehenswerte Objekte. Zusätzlich illustrieren zahlreiche Karten, Fotografi en und Abbildungen die " Siedlungsgeschichte der Region ".