Stendal. Der Ausschuss für Kultur, Schule und Sport erhielt während seiner gestrigen Sitzung einen umfangreichen Einblick in die Vereinsarbeit des ASV Weiß-Blau. Auf dessen Trainingsgelände fand die Ausschusssitzung statt, die mit einem Rundgang begann.

" Wir sind ein rühriger Verein ", brachte es der Geschäftsführer Peter Noeske schnell auf den Punkt. Als der Altmärkische Sportverein ( ASV ) den Fußballplatz an der Preußenstraße 2003 übernahm, sah es aus " wie in einer Wüste ", so Noeske. Mittlerweile lädt ein saftig-grüner Rasen zum Kicken ein. Dennoch fügte Noeske hinzu : " Es ist eine einzige Baustelle. " Fast alles würden die Vereinsmitglieder in Eigenleistung aufbauen, pflegen und renovieren. So sei der neue Schiedsrichterraum wohl einer der besten in der Umgebung. Am Vereinsheim wird gerade ein Carport montiert, der weiteren Platz für Besucher und Sportler bieten soll. Geräteräume wurden entrümpelt, Zäune montiert, Absperrnetze angebaut. " Finanziell stehen wir immer am Abgrund, aber wir jammern nicht, das geht wohl jedem Verein so. Wir sind optimistisch. " Zudem sei die Stadt Stendal immer eine verlässliche Unterstützung des Vereins gewesen. " Die Hilfen sind zwar gering, aber ohne ginge es nicht. " Beispielweise stellte die Stadtverwaltung in Aussicht, zwei Wohncontainer dem Verein zur Verfügung zu Stellen. Diese könnten dann als Aufenthaltsräumen oder Umkleiden genutzt werden.

Doch vor allem wird beim ASV der Teamgeist großgeschrieben. Die Mitgliederzahlen liegen bei rund 200, davon 115 Kinder und Jugendliche. Nachwuchssorgen hat der ASV keine. " Etwa 80 Prozent unserer Jugendlichen haben einen Migrationshintergrund. " Deshalb sehe er den Sport auch als soziale Aufgabe. Denn hier, beim ASV, stehe der Leistungsgedanke nicht so sehr im Vordergrund und auch Probleme gebe es mit diesem Jugendlichen keine. " Die sind froh, wenn sie durch Training und Punktspiele dreimal die Woche was zu tun haben ", so Noeske. Eltern und Großeltern stellen die Pausenverpflegung bereit. Die Vorstandsmitglieder würden bei akuten finanziellen Problemen mitunter auch in Vorkasse gehen und so den Vereinsbetrieb aufrecht erhalten.

Dennoch gibt es auf dem Gelände viel zu tun. So heben sich die noch aus DDR-Zeiten stammenden Betonplatten gefährlich und entwickeln sich zu Stolperfallen. Am Vereinsheim wird derzeit eine neue Verkleidung montiert. " Wir machen hier alles Stück für Stück ", sagt Noeske stolz. Und auch der Ausschussvorsitzende Peter Ludwig zeigte Anerkennung für die Leistungen der ASVMitglieder : " Eure Gelände ist wirklich sehr gepflegt. "