Stendal. Die Redaktion der Volksstimme erreichte vor wenigen Tagen ein anonymer Brief, in dem " Besorgte Bürger von Staffelde " ihre Sorgen über den Förderverein Waldzentrum Staffelde äußerten. Darin wird die Sorge um eine mögliche Privatisierung des Waldzentrums beschrieben. Warum das Waldzentrum nicht mehr wie bisher mit Arbeitskräften der Arge vorsorgt werde, warum das Tor ganze Tage lang verschlossen bliebe und ob ein Fortbestand des Vereins überhaupt angestrebt werde ?

" Ich finde es unverschämt, solche Dinge anonym zu behaupten ", teilt Rüdiger Reher, Vorsitzender des Fördervereins, auf Anfrage mit. Jeder wisse in Staffelde, dass er für Fragen zuständig sei und bisher seien ihm diese Sorgen und Vorwürfe " komplett neu ".

" Es besteht keine Absicht, den Verein zu privatisieren "

" Der Verein besteht und es gibt auch keine Absicht, ihn aufzulösen oder zu privatisieren ", macht Reher deutlich. Etwa zehn ehrenamtliche Mitglieder umfasse der Verein momentan. Darunter auch Rainer Eggestein, der als Koordinator vor Ort tätig ist. " Er erstellt die Arbeitspläne, teilte die Mitarbeiter ein ", sagt Reher. Auf den Vorwurf im Brief, Eggestein habe als Leiter der Einrichtung bisher keine Aussage zum Fortbestand des Vereins getroffen, antwortet Reher : " Das darf er auch gar nicht. Dazu ist er nicht befugt. "

Des Weiteren räumt Reher ein, dass es im vergangenen Jahr Schwierigkeiten mit der Arge gegeben habe. Wilfried Raup, Geschäftsführer der Arge, bestätigte diese Aussage. " Bei einer Kontrolle stellten wir fest, dass es maßnahmefremde Einsätze gegeben hat. " Daraufhin habe man sich mit dem Waldzentrum in Verbindung gesetzt und die Geschehnisse ausgewertet. " Momentan liegt uns kein Antrag vor, aber eine Zusammenarbeit schließen wir nicht grundsätzlich aus ", so Raup. Nach Angaben von Rüdiger Reher seien derzeit drei geringfügig Beschäftigte auf dem Gelände tätig. " Die sind aber nur vormittags von Montag bis Donnerstag dort. " Diese geringe Zahl an Mitarbeitern sei auch der Grund, weshalb das Tor zum Waldzentrum häufig verschlossen sei. " Wenn keine Mitarbeiter da sind, bleibt es zu. " Im vergangenen Jahr habe der Förderverein unter vielen Diebstählen gelitten. Das solle unter anderem dadurch verhindert werden.

" Wir machen ganz normal unsere Arbeit ", betont Rüdiger Reher. 2008 seien Fassaden renoviert worden. In diesem Jahr sei Holz gekauft worden, um ein altes Fachwerkhaus zu renovieren. Außerdem würden Schulklassen weiterhin betreut und die traditionellen Veranstaltung fänden auch weiter statt. " Zum Beispiel findet am 10. Mai unser Feld-, Wald- und Wiesenmarkt statt ", so Reher – der jährliche Höhepunkt im Vereinsleben.