Der Stahlmöbelhersteller " L & C stendal " wird am Montag mit dem Titel " Erfolgsgeschichte – Made in Sachsen-Anhalt " ausgezeichnet. Hier ein Blick in die Geschichte des traditionsreichen Unternehmens.

Stendal. Seit 120 Jahren werden in Stendal Stahlmöbel produziert : 1889 baute die einige Jahre zuvor in Schorndorf bei Stuttgart vom Eisenhändler Louis Arnold und seinem Sohn aufgebaute Fabrik für Gartenmöbel ihr Werk in Stendal auf. Am Montag nun wird die Fabrik, die seit 1991 wieder zur Muttergesellschaft gehört, vom Landeswirtschaftsminister Reiner Haseloff mit dem Titel " Erfolgsgeschichte – Made in Sachsen-Anhalt " ausgezeichnet.

Grund für diese Ehrung dürfte indes nicht allein die lange Zeit sein, in der das Unternehmen besteht – vielmehr hat die Firma spätestens seit den 20er Jahren weit über die Grenzen ihrer Niederlassungen hinaus Maßstäbe gesetzt : 1926 war das Unternehmen der führende Hersteller von Stahlmöbeln in ganz Europa, 1927 produzierte das Unternehmen die ersten hinterbeinlosen Stühle, die bis heute als Freischwinger bekannt sind und die auch in Stendal produziert werden. Einen Namen gemacht haben sich die Stendaler Stahlmöbelbauer beispielsweise mit der " Stendal Collection " und der " Arnold Bauhaus Collection ", die in Stendal 1992 ins Leben gerufen wurden.

Bis heute ist der Möbelhersteller seinen Wurzeln und damit dem Werkstoff Stahl treu geblieben, setzt aber zugleich auf neue Design-Ideen und entwickelt damit die Idee des Bauhauses für die Zukunft weiter. Die Konsequenz dieser Verbindung von Tradition und Innovation : Möbel aus Stendal stehen heute in renommierten öffentlichen Einrichtungen – beispielsweise im Deutschen Museum in Berlin, dem Neuen Theater in Halle, der Hochschule Magdeburg-Stendal, und in der Universität von Heidelberg.