Stendal. Mit Wanderstab, Pilgertasche und bequemen Schuhen sah der heilige Jakobus, der die prächtige Renaissancekanzel von 1612 in der Stendaler Jacobikirche trägt, den um ihn herum versammelten Pilgern recht ähnlich. Eine Gruppe von 16 Frauen und Männern, die auf dem Jakobs-Pilgerweg durch Sachsen-Anhalt unterwegs sind, traf am Sonnabendnachmittag in der Jacobikirche ein. Altpfarrer Karl-Heinrich Schroedter führte sie durch das backsteingotische Gotteshaus und machte sie mit den sieben Darstellungen des heiligen Jakobus in der Kirche bekannt.

Die Pilger, unter anderem aus Halberstadt, Schönebeck, Magdeburg und Warnau, waren am Vormittag in Tangermünde aufgebrochen. " Mit 16 Kilometern war das heute ein Spaziergang ", meinte die Magdeburgerin Ute Padler, die zum Stamm der Pilgergruppe gehört und kein bisschen fußlahm in Stendal ankam. Im Schnitt werden 20 Kilometer pro Tag zurückgelegt. Unterwegs wird gemeinsam gepicknickt, gesungen, aber auch geschwiegen. Die nächste Etappe führt am 4. April von Stendal nach Tangerhütte.