Der namhafte Theologe, Kirchenkritiker und Psychoanalytiker Dr. Eugen Drewermann wird am Ostermontag auf einer Ostermarschveranstaltung der Bürgerinitiative Offene Heide in Stendal sprechen. Die Kundgebung ist um 14 Uhr auf dem Campus der Fachhochschule an der Osterburger Straße geplant.

Stendal. Ziel des traditionellen Ostermarsches im Norden von Sachsen-Anhalt ist in diesem Jahr die Stadt Stendal. Wie die Vorbereitungsgruppe und die Bürgerinitiative Offene Heide als Veranstalter mitteilen, wird der streitbare Theologe Dr. Eugen Drewermann Hauptredner der Kundgebung am Ostermontag, 13. April, um 14 Uhr auf dem Campus der Fachhochschule an der Osterburger Straße in Stendal sein. Außerdem spricht die Stendaler Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, Katrin Kunert.

Die Teilnehmer des Ostermarsches, der zugleich der 189. Friedensweg von Offene Heide ist, treffen sich um 12 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Stendal. Dort werden auch Marschierer aus den Regionen Magdeburg, Wolmirstedt und Tangerhütte erwartet, die mit Fahrrädern beziehungsweise per Autocorso dort eintreffen. Um 12. 15 Uhr soll sich der Zug auf dem fünf Kilometer langen Weg durch die Innenstadt zum Hochschulcampus in Bewegung setzen. Der Sänger Jan Blümel begleitet die Demonstranten. Unterwegs wird der Stendaler Pfarrer im Ruhestand Karl-Heinrich Schroedter die Ostermarschierer mit der Stadtgeschichte bekannt machen.

Auf dem Kundgebungsgelände sorgt dann die Stendaler Folk-Band " Nobody Knows " für Musik. " Wir können und wollen auf gerechte Weise wirtschaften " ist das Motto eines Ostermarktes, der ebenfalls um 14 Uhr auf dem Campus seine Stände aufschlägt. Dort sollen Firmen und Initiativen Beispiele zeigen, wie ziviles Engagement, etwa in der Heide, Arbeitsplätze schaffen kann.

In Anlehnung an die staatliche Abwrackprämie zur Unterstützung der Autoindustrie haben die Ostermarschierer ihre Aktion mit " Prämien für den Frieden – NATO abwracken " überschrieben. Unter anderem geht es ihnen darum, den Truppenübungsplatz Colbitz-Letzlinger Heide in einen Naturpark umzuwandeln. " Die Verhinderung des Naturparks durch die Landespolitik kostet mehr Arbeitsplätze, als Truppenübungsplatzbetreiber und Bundeswehr mit unseren Steuergeldern realisiert haben ", heißt es in einem Flugblatt der Organisatoren.