Stendal. " Mit 39 Feuerwehren kann man einfach nicht zufrieden sein !" Mario Jahs, Stadtjugendwart der Stendaler Freiwilligen Feuerwehr, zeigte sich am Sonnabend zerknirscht angesichts der Zurückhaltung vieler Wehren im Kreis, Vertreter zur jährlichen Delegiertenversammlung ins Landratsamt zu entsenden. Bei einem Blick auf das vergangene Jahr fanden die Aktiven im Präsidium dennoch Positives zu loben. Tausende Arbeitsstunden der Jugendwarte ebenso wie den Orientierungsmarsch in Möringen im April, den Jugendfeuerwehrtag im Juli, ein Drachenbootrennen im September oder einen Orientierungslauf im Oktober. Ringhard Friedrich, stellvertretender Kreisbrandmeister : " Wir müssen besonderen Wert auf die Arbeit mit Kindern legen. Denn wenn wir die Jungen und Mädchen nicht schon begeistern können, wenn sie gerade erst in die Schule kommen, dann tun das andere Vereine. Und dann haben wir es richtig schwer, an die jungen Leute später noch heranzukommen. " Das allerdings – so eine Meinung aus dem Plenum – setze auch Investitionen in die Materialien der Jugendarbeit voraus – mehr als es bislang bei vielen Jugendfeuerwehren im Landkreis Stendal der Fall sei. Zum Stichtag 31. Dezember 2008 gab es in der Region übrigens 88 Jugendfeuerwehren – drei mehr als ein Jahr zuvor –, in denen 626 junge Leute organisiert sind. Mit von der Partie sind auch 74 Mädchen.