Eine Vielzahl interessanter Prozesse verheißt der Terminplan des Landgerichts Stendal für diesen Monat. Die Palette reicht von Fahren ohne Fahrerlaubnis und Beleidigung über Diebstahl, Insolvenzverschleppung, versuchten Versicherungsbetrug, Subventionsbetrug, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und versuchte schwere Brandstiftung bis hin zu sexuellem Missbrauch von Kindern, Vergewaltigung, vorsätzliche Körperverletzung sowie Handel mit Rauschgift. Sogar eine Verabredung zum Mord wird verhandelt. Die Volksstimme hat drei interessante Fälle herausgepickt und mit dem Gerichtssprecher Dr. Michael Steenbuck vorab beleuchtet. So, wie sie sich vor der Prozesseröffnung aus Sicht der Anklage darstellen.

Verabredung zum Mord ( lesen Sie den Beitrag links neben diesem Kasten )

Ein 25-jähriger Mann aus dem Altmarkkreis Salzwedel steht am 13. März vor Gericht. Bei ihm geht es um gewerbsmäßigen Handel mit Rauschgift aller Art, das er gleich kiloweise im Gesamtwert von 75 000 Euro veräußert haben soll. Durch einen in Niedersachsen geschnappten Großdealer kam die Polizei dem Altmärker wohl auf die Spur. Laut Staatsanwaltschaft Stendal soll er geständig sein, so dass nur ein einziger Prozesstag angesetzt wurde.

In Havelberg soll eine 29-jährige Frau, die meinte, geldliche Ansprüche an eine andere Frau zu haben, diese nach einer verbalen Auseinandersetzung an den Haaren gezogen, sie zu Boden gestoßen und an den Haaren in ihre Wohnung gezerrt haben. Dort sollte das Opfer eine Schuldanerkenntnis unterschreiben, was sie wohl auch tat. Das Amtsgericht Stendal hatte die Havelbergerin zu 900 Euro Geldstrafe wegen vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt. Damit nicht einverstanden, legte sie Berufung ein. Und die wird am 19. März verhandelt.