Stendal. Tempo 30 für Stendals Innenstadt und dass die Stadt dafür sorgen solle, dass Baulücken in der Altstadt geschlossen werden – das sind nur zwei Forderungen, die die Stendaler Sozialdemokraten am Donnerstagabend bei ihrer Ortsvereinsversammlung als Wahlprogramm beschlossen haben. Zu fünf Themen hat die SPD der Hansestadt Wahlaussagen getroffen : Arbeit und Wirtschaft, Stadtentwicklung, Bildung, Kultur und Sport, Lebensverhältnisse sowie modernes Energieversorgungskonzept. Wichtig sei es vor allem, in der kommenden Legislaturperiode mehr wirtschaftliche Neuansiedlungen zu erreichen, als einzig ein Krematorium wie in der zu Ende gehenden Wahlperiode. Danach nämlich wird es weniger Förderung für die Region von außerhalb geben. Ein weiteres Versprechen der Stendaler umfasst die Gebühren : Für drei Jahre sollen die nicht erhöht werden. Und mit mindestens 500 Euro soll die Kommune Investitionen in alternative Energien fördern.

Bei der Kandidatenwahl haben sich für die beiden Spitzenplätze jene Bewerber durchgesetzt, die der Vorstand vorgeschlagen hatte. Mit Reiner Instenberg und Rita Antusch handelt es sich bei ihnen um langjährige Mitglieder des Kreistages. Da bei Kommunalwahlen allerdings die Wähler die Rangfolge innerhalb der Listen selbst bestimmen können, ist das Rennen auch für die hinten platzierten Kandidaten längst noch nicht gelaufen. Zur Erinnerung : 2004 hatten acht Stendaler über die SPD-Liste den Sprung in den Stadtrat geschafft. Für den Kreistag hat die SPD im Wahlbereich Stendal Ulrike Weis auf Platz ein und Lars Schirmer auf Platz zwei nominiert. Eine endgültige Entscheidung über die Liste fällt erst bei einer Versammlung auf Kreisebene.