Stendal ( ro ). Nachdem die Grundschule Nord aus der Landesförderung für dieses Jahr herausgefallen ist, muss sich die Stadt neu Gedanken machen, wie die dringend notwendige Sanierung zu fi nanzieren ist. " Wir müssen die Schule sanieren, da gibt es gar keinen Zweifel ", bekräftigte Oberbürgermeister Klaus Schmotz am Montag im Hauptausschuss die Auffassung sämtlicher Fraktionen des Stadtrats. Dr. Jörg Böhme ( CDU ) hatte die Befürchtung geäußert, dass der Umbau der Grundschule Nord nun " in weiteste Ferne " rücken könnte. Er schlug vor abzuwägen, ob nicht der geplante Um-und Anbau der Stadtbibliothek zugunsten der Schule zurückgestellt werden könnte.

Die Fördermittel für die Bibliothek seien jedoch nicht für die Schule einsetzbar, gab Hochbauamtsleiter Günter Güldenpfennig zu bedenken. Laut Georg-Wilhelm Westrum, Amtsleiter für Stadtumbau, soll das Büchereiprojekt, das rund eine Million Euro kosten wird, zu 80 Prozent aus dem Programm städtebaulicher Denkmalschutz bezahlt werden. Lediglich die 200 000 Euro Eigenanteil der Stadt könnten für die Schule verwendet werden. Schul- und Kulturamtsleiter Torsten Mehlkopf schlug daraufhin eine Teilfi nanzierung der Grundschule Nord aus den pauschalen Mitteln des Konjunkturprogramms des Bundes vor. Aus diesem Topf würden in diesem Jahr 350 000 Euro zur Verfügung stehen. Damit könnte die Schulsanierung in Angriff genommen werden. " Für das Restprojekt ", so Mehlkopf, " werden wir dann wieder eine Förderung beantragen. " Unter dieser Voraussetzung befürwortete der Hauptausschuss einstimmig die Baupläne für die Stadtbibliothek. Umgesetzt werden sie allerdings erst dann, wenn die Finanzierung klar ist.