Stendal ( ro ). Der Stendaler Günter Freytag hält die von der Stadt geplante Vermessung und statische Untersuchung der Hangars auf dem Borsteler Flugplatz für überfl üssig. Die Stadt sollte " nicht in Hektik verfallen und Geld für unnötige Maßnahmen einstellen ", meint er. Die Hallen hätten in ihrem über 70-jährigen Dasein ihre Standfestigkeit unter Beweis gestellt, seien solide gebaut.

Dabei ist Günter Freytag eigentlich ein gebranntes Kind. Als am 2. Juni 2006 eine Mauer in einer der Hallen einstürzte, wurde sein Ultraleichtfl ugzeug Zodiac CH 601 schwer beschädigt. Doch dieser Vorfall hatte nach seiner Überzeugung nichts mit der Konstruktion der Hangars zu tun, sondern mit späteren, nicht fachmännisch errichteten Einbauten durch die Sowjetarmee. " Damals ist eine Werkstattdecke eingebrochen, die die Aufl agewand nach innen in den Flugzeugbereich mit umriss und mein Flugzeug unter sich begrub ", sagt er. Dringlich sei aus seiner Sicht die Entfernung der sowjetischen Einbauten. Sie wiesen bedenkliche Risse auf, und die Decken seien mit groben bautechnischen Mängeln behaftet. Die Meinung von Flugplatzchef Sieghard Geyhler ( Volksstimme vom 5. Februar 2009 ), dass die Stadt als Eigentümer " bessere Karten " hätte, wenn sie die Statik untersuchen lassen würde, teilt Freytag nicht. Mit einem geringen Teil des Geldes sollten stattdessen Putzarbeiten im Torbereich und ein neuer Farbanstrich der Stahlkonstruktion fi nanziert werden.