Wenn das in Aussicht gestellte Geld aus dem Konjunkturpaket fließt, investiert die Bundeswehr in diesem Jahr sieben Millionen Euro in den Standort Klietz. Und zwar in eine moderne Schießbahn und in zwei Neubauten.

Klietz. Die Planung steht, das Geld ist zugesagt, nur das Material muss noch geliefert werden. Ab April soll die Schießbahn 13 – als größte zentral auf dem Platz gelegen und für das Schießen mit Kampfpanzern geeignet

auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. " Der Zielbau wird komplett erneuert und auf Computersteuerung umgerüstet ", erklärt Platzkommandant Oberstleutnant Dietmar Nehrig. Momentan werde der Zielbau elektrisch per Knopfdruck bedient, der Aufwand für das Personal ist entsprechend groß. Für die Arbeit mit der Wärmebildkamera beispielsweise müssen Kohleeimer und für die Simulation von Gefechtslärm Lautsprecher aufgestellt werden.

" Mit der neuen Technik kann der Leitende der Übung, der in einer Zentrale sitzt, verschiedene Zusatzmodule schalten. Und am Bildschirm kann sofort das Ergebnis des Schießens überprüft werden. 40 große Silhouetten aus Blech, die Fahrzeuge und Panzer darstellen, sowie 200 Schützen, die je nach den Übungsinhalten aufgestellt werden oder abgeklappt bleiben, wird es nach der Modernisierung geben ", schildert der stellvertretende Platzkommandant, Major Tobias Kirchner.

Die Arbeiten auf der Schießbahn 13 werden in zwei Abschnitte geteilt. Der Erste beginnt ab April. Für das gesamte Vorhaben soll hauptsächlich die sechswöchige Instandsetzungszeit ab April genutzt werden.

Der zweite Abschnitt, mit vier Kilometern Länge und zwei Kilometern Breite etwas größer, soll von einer Firma mit der Computertechnik inklusive zentraler Stromversorgung versehen werden. " Wir hoffen, dass dieser Bereich auch bald in Angriff genommen wird, so dass wir die gesamte Schießbahn 13 zum Jahresende wieder voll nutzen können ", so Oberstleutnant Nehrig.

Kurze Wege zur

übenden Truppe

Geplant ist außerdem ein Unterkunftsneubau für die Feuerwehr des Truppenübungsplatzes. Es soll im Bereich der Technischen Zone auf dem Sonderübungsplatz entstehen. Das wäre der erste Schritt hin zur Verwirklichung des nächsten Bauvorhabens auf dem Klietzer Truppenübungsplatz, denn das jetzige Feuerwehrhaus – seit Jahren ein Provisorium – soll abgerissen werden. An seiner Stelle ist der Neubau des Stabsgebäudes geplant. Das jetzige Gebäude in der Kaserne im Wald kann nicht mehr lange genutzt werden. Es fehlt eine Entwässerung, die den heutigen Anforderungen entspricht. " Außerdem ist es günstig, wenn auch wir unten am See sitzen und die Wege beispielsweise zum Servicecenter und zur übenden Truppe kurz sind ", begründet der Oberstleutnant.

Alles in allem will die Bundeswehr in diesem Jahr rund sieben Millionen Euro in die Modernisierung der Schießbahn, den Abriss des alten Feuerwehrhauses sowie den Unterkunftsneubau für die Feuerwehr und den Bau des neuen Stabsgebäudes investieren – unter anderem mit Hilfe des Konjunkturprogramms des Bundes.