Stendal ( ge / wb ). Jeder Mensch ist mit Begabungen ausgestattet. Der eine hat musikalisches Talent, der andere ist sportlich veranlagt, ein dritter hat eine schnelle Auffassungsgabe oder ist zu besonderen Gedächtnisleistungen fähig. Bei allen Unterschieden, ist diesen Begabungen eins gemein : Sie sind nicht mehr als ein Potenzial, das erst einmal brachliegt. Erst, wenn die jeweilige Begabung erkannt ist und gezielt gefördert wird, können daraus Höchstleistungen werden.

An dieser Förderung mangelt es in Sachsen-Anhalt, zumindest soweit es sich um intellektuell hochbegabte Kinder handelt. Das ist die Erfahrung des Regionalvereins Sachsen und Sachsen-Anhalt der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind ( DGhK ).

Hochbegabte, zu denen etwa zwei bis vier Prozent aller Kinder und Jugendlichen gehören, fühlen sich oftmals in der Schule unterfordert, langweilen sich und werden verhaltensauffällig. Nicht wenige von ihnen verlieren die Lust am Lernen, stürzen regelrecht ab und verspielen damit alle Chancen auf eine ihren Fähigkeiten angemessene Ausbildung. Eltern, bei deren Kindern eine Hochbegabung diagnostiziert wird, fühlen sich in den meisten Fällen rat- und hilflos.

Ihnen bietet der DGhK-Regionalverein jetzt die Bildung einer Elterngruppe in der Altmark an.

Dazu wird es am Freitag, 20. März, in Stendal eine Informationsveranstaltung geben. Die Einladung richtet sich jedoch nicht nur an betroffene Eltern. Thorsten Klammer, Vorsitzender des DGhK-Regionalvereins Sachsen / Sachsen-Anhalt, lädt sie ebenso wie interessierte Lehrer und Erzieher sowie Therapeuten ein, solch einen Gesprächskreise ins Leben zu rufen, der sich durch kontinuierliche Beratung und Hilfe zu einem festen Ansprechpartner für Rat suchende Familien und Pädagogen entwickeln soll.

Während des Informationsabends, der am 20. März von 19 bis voraussichtlich 22 Uhr im Festsaal des Stendaler Rathauses stattfindet, werden Regionalvereinschef Klammer und die DGhK-Erstberaterin Maike Glenewinkel die Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind vorstellen und mit den Gästen Probleme diskutieren. Dazu gehören beispielsweise die Entstehung von Verhaltensauffälligkeiten hochbegabter Kinder, deren Identifikation, die Anpassung betroffener Kinder in Kindergarten und Schule wie Fördermöglichkeiten inner- und außerhalb der Schule, vorzeitige Einschulung und das Überspringen von Klassen.

Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, über eine kurze Rückmeldung per EMail oder Telefon würde sich die DGhK aber freuen : maike. glenewinkel@dghk.de oder telefonisch ( 03 42 0 5 ) 5 98 08.

www.dghk-ssa.de