Stendal ( ro ). Wie alles andere im Leben will auch das Durstlöschen aus dem neuen Trinkbrunnen erst gelernt sein. Da spritzt einem das Wasser manchmal um die Ohren statt in den Mund. Aber Daniil Skworzow aus der 4 a, der den neuen Brunnen in der Gagarin-Grundschule gestern einweihen durfte, hatte es bald heraus, und viele machten es ihm nach. " Der ist nicht zum Händewaschen, nicht zum Plantschen und nicht zum Rumgeikeln da, sondern zum Trinken ", gab Schulleiterin Monika Teichert wegweisende Tipps für den Umgang mit der neuesten Errungenschaft der Schule. In den nächsten Tagen werden die Gagarin-Kinder vor lauter Neugier viel üben und ihre Späße treiben, bis der schöne Quellstein aus Granit in den Schulalltag übergeht.

Der im Flur der Gagarinschule ist der sechste Trinkbrunnen in Stendaler Kindereinrichtungen. Vier stehen und fließen bereits in Grundschulen, zwei in Kitas. " Jeder sieht anders aus, und alle wurden toll angenommen ", freute sich Schul- und Kulturamtsleiter Torsten Mehlkopf bei der Einweihung. Der von einer Tangermünder Natursteinfi rma hergestellte Brunnen kostete rund 1500 Euro und wurde hauptsächlich von den Stadtwerken, aber auch von einigen anderen hiesigen Firmen gesponsert. Das vom Stadtteilbüro ins Leben gerufene Trinkbrunnenprogramm wird weitergeführt. Die Kita Sonnenschein und die Grundschule Nord könnten laut Carola Brückner vom Stadtteilbüro zu den nächsten Kandidaten gehören.

Mit einem kleinen Programm bedankten sich die Gagarin-Schüler für den neuen Brunnen. " Wasser ist für alle da ", sangen sie.