Wahrburg. Seit sechs Jahrzehnten steht in Wahrburg ein Unikum – aus Lehm gestampft und mit Zimmern, die von Gewölben überspannt werden. " Das heute denkmalgeschützte Lehmhaus wurde am 20. August 1949 vom damaligen Landrat Langnickel an den Rat der Gemeinde Wahrburg übergeben ", blickt Erhard Schulz, Pressesprecher des Fördervereins Lehmhaus, in die Geschichte des kleinen Wohnhauses.

Den 60. Jahrestag will der Förderverein am 22. August dieses Jahres mit einem kleinen Fest würdigen. Das habe die Mitgliederversammlung des Vereins am Dienstag dieser Woche beschlossen, teilt Erhard Schulz mit. Als neue Vereinsvorsitzende wurde Gerlinde Nahrstedt gewählt, nachdem der bisherige Vorsitzende Lothar Paul nicht mehr zur Wahl antrat. Sein Stellvertreter ist Markus Mösenthin. Dem neuen Vorstand gehören außerdem Heidemarie Dette als Kassenwartin, Anja Wohlt als Schriftführerin und Andreas Bartels für den Bereich Technik an.

Der Verein will sich weiterhin um die Herrichtung der Zimmer bemühen, nachdem bereits zwei Räume fertiggestellt sind. Außerdem stehen Pfl anzarbeiten und der Bau einer weiteren Überdachung auf dem Gelände des Hauses an. Bereits jetzt werden hinter dem Lehmhaus historische Landmaschinen wettergeschützt ausgestellt. Zudem wird sich der Förderverein an der Gestaltung der zahlreichen Jubiläumsfeiern dieses Jahres in Wahrburg wie der 670-Jahrfeier des Ortes, 100 Jahre TuS oder 20 Jahre Bürgerinitiative beteiligen.

Seine Existenz verdankt das Lehmhaus einem Befehl der sowjetischen Militäradministration. Es wurde bis in die 70 er Jahre von der Familie Pilski bewohnt.