Gladigau l Der Altmärkische Heimatbund will mit Unterstützung des Landesverbandes und des Bundesinnenministeriums beim Ankurbeln des Vereinslebens helfen. Bis Ende 2012 unterstützt das Bundesinnenministerium das Programm "Engagiert für Heimat und Demokratie". Die Förderung von Vereinsarbeit läuft unter der Regie des Landesheimatbundes. Ansprechpartner für das nördliche Sachsen-Anhalt ist der Altmärkische Heimatbund unter der Regie von Norbert Lazay. Der Gladigauer Pfarrer erklärt im Gespräch mit der Volksstimme, um was es dabei geht.
Workshop startet am 14. Januar in Bismark
Auch wenn es sich etwas allgemein anhört, steht bürgerschaftliches Engagement im Vordergrund. Und zwar organisiert in Vereinen, von denen viele 22 Jahre nach der Wende mit den Problemen des demographischen Wandels zu kämpfen haben. Die alten geschäftsführenden Vorstände wollen sich oft zurückziehen, doch junge Nachrücker fehlen, weil einfach keine vorhanden sind oder weil potenzielle Kandidaten Angst vor den Tücken der Bürokratie oder auch vor persönlicher Haftung haben. Obwohl die Heimatbünde im Land eine feste und verlässliche Größe sind, kommt ein Beispiel sogar aus den eigenen Reihen. Der Heimatverein Osterburg ist genau aus den Gründen "nur" noch eine Interessen-Gemeinschaft und kein eingetragener Verein mehr. Damit auch keine juristische Person, die Verträge abschließen, Fördermittel beantragen oder gegen Quittung Spenden akquirieren kann.
Unter anderem mit Workshops, die die Ansprechpartner organisieren, soll den Vereinen fachliche Kompetenz dazu vermittelt werden, die dabei helfen kann, Nachwuchs zu gewinnen, um eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung anzubieten, inaktive Mitglieder wieder zu aktivieren, die Wahrnehmung der Organisationen durch eine bessere Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern und anderes mehr. Eine direkte Bezuschussung über das Programm ist allerdings nicht möglich, stellt Lazay klar, betont aber, dass es auch zu diesem Thema eine gesonderte Veranstaltung geben wird. Der Chef des Altmärkischen Heimatbundes weist auch darauf hin, dass es sich nicht nur um ein Manko in Sachsen-Anhalt oder den neuen Bundesländern handelt, sondern dass die Vereinsentwicklung ein gesamtdeutsches Problem ist und dass Vereine das gemeindliche Leben attraktiver machen und so indirekt etwas gegen Abwanderung tun sollen.
Der nächste Workshop geht übrigens am Sonnabend, 14.Januar, von 10 bis gegen 15 Uhr im "Weißen Schwan" in Bismark über die Bühne. Willkommen sind dann nicht nur Vereine, die Heimatpflege betreiben. Die Organisationen dürfen sich gern völlig anderen Themen und Aktivitäten widmen, die beispielsweise in die Bereiche Sport, Feuerwehr- oder Schulerhalt, Kultur und anderes mehr reichen. Die Betonung des Förderprogrammes liegt aber auch auf Demokratie, erklärte der Pfarrer mit Blick auf politisch extrem motivierte Organisationen.
Tipps gibt es auch vor Vereinsgründung
Die Vereine müssen übrigens auch noch nicht gegründet oder beim Amtsgericht registriert sein. Heißt, wer sich Rat bei der Gründung "seines" Vereines holen und wissen will, was auf ihn zukommt, ist durchaus gerne gesehen. Was auf jeden Fall auch für Zusammenschlüsse gilt, die aus besagten Gründen inzwischen unter Interessen-Gemeinschaft firmieren, vielleicht aber wieder mit dem Gedanken spielen, ein eingetragener Verein zu werden.
Wer an dem Workshop teilnehmen möchte, kann sich bei Norbert Lazay, Tel. und Fax 039392/81866, anmelden. Mehr Informationen gibt es auch beim Landesheimatbund in Halle. Ansprechpartnerin für das Projekt ist Dr. Marina Zubchenko, Tel. 0176-25497636.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.