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  • 23. Mai 2012



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Termin für Angela Kolbs Besuch steht noch nicht fest / Polizei ließ unangemeldete Demonstration geschehen, um Eskalation zu vermeiden


Justizministerin will sich die Lage nun doch in Insel anschauen

22.02.2012 05:29 Uhr |


Von Thomas Pusch


60 Demonstranten standen am Wochenende in Insel 30 Polizisten gegenüber.

60 Demonstranten standen am Wochenende in Insel 30 Polizisten gegenüber. | Foto: Thomas Pusch 60 Demonstranten standen am Wochenende in Insel 30 Polizisten gegenüber. | Foto: Thomas Pusch

Stendal l Sie waren ohne Erwartungshaltung hingegangen, und so konnten die Vertreterinnen der Bürgerinitiative Insel von dem Gespräch mit Justizministerin Angela Kolb am Montagabend auch nicht enttäuscht werden. Über die Inhalte des hinter verschlossenen Türen geführten Gespräches wurde auch gestern nichts Genaueres bekannt, jedoch scheint es in der Tat in einer "normalen Atmosphäre" stattgefunden zu haben, wie es Claudia Bartels von der Inseler Bürgerinitiative ausgedrückt hatte. Immerhin kündigte die Ministerin an, Insel besuchen zu wollen. Das hatte sie lange Zeit verweigert, was ihr am Sonnabend in einer von Margit Lude verlesenen Erklärung vorgeworfen wurde. "Frau Kolb besucht seit September 2011 bereits zum dritten Mal eine Veranstaltung in Stendal, hat aber nie den Weg in den zehn Kilometer entfernten Ortsteil Insel gesucht und gefunden", heißt es darin. Das sei für die Einwohner nicht nachvollziehbar.

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Frau Kolb habe den separaten Gesprächstermin vor der SPD-Veranstaltung angeboten. "Gespräche wurden schon genug geführt", so Lude, "jetzt müssen endlich Ergebnisse her." Und das einzig akzeptable Ergebnis scheint für sie und ihre Mitstreiter der Wegzug beider Männer zu sein. Und dabei spielt die Erkrankung des Älteren auch keine Rolle. "Wir sind hier nicht in einer Casting-Show wie bei Bohlen, wo man Mitleid erregt, um Punkte zu bekommen", meinte Bartels. Die beiden Männer waren am Sonnabendnachmittag nicht zu Hause. Der Ältere sei mit seinem Moped davongefahren, hieß es von den Demonstranten.

Im Fokus stand neben den beiden Männern auch Superintendent Michael Kleemann. "Kleemann nimm' die Straftäter mit statt Friedensgebete zu halten. Die Kirche will sie auch nicht, Schande, Herr Kleemann", stand beispielsweise auf einem Transparent zu lesen.

Neun weitere Demonstrationen sollen für März und April angemeldet werden. Nicht angemeldet war hingegen die Kundgebung von rund 40 Teilnehmern am Montag auf dem Marktplatz. Die Polizei griff aber nicht ein. "Das bleibt der Einsatzleitung vor Ort überlassen, und die wollte eine Eskalation vermeiden", sagte gestern Polizeisprecherin Doris Grunau.

Mit der Situation in dem Stendaler Ortsteil befasst sich heute Abend auch ein Beitrag des MDR-Fernsehens. Beginn ist 20.45 Uhr.



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Copyright © Volksstimme 2012
Dokument erstellt am 2012-02-22 05:29:28
Letzte Änderung am 2012-02-22 05:29:28


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