Gestern Nachmittag feierten die Bewohner des Stadtteils Stadtsee ab 14 Uhr ein Sommerfest. Geboten wurden neben einem bunten Bühnenprogramm mit Clownshow und Tanzeinlagen viele Spiele und Mitmachaktionen für die ganze Familie.

Stendal. Tollpatschig stolpern sie über ihre viel zu großen Schuhe. Die schwarzen Hosen sind zu kurz, die Zähne längst ausgefallen und die langen Haare sind fettig – wahrlich, Traummänner sind das keine, aber zum Glück sind die beiden Männer nur verkleidet. Als Clownduo "Kümmerling und Schlicht" begeistern sie mit ihren satirischen Darbietungen Jung und Alt und heizen mit Gesangseinlagen die Stimmung im Publikum so richtig an.

Bereits zum zweiten Mal veranstalten die Kunstplatte, das Netzwerk für Migranten, die Arche und das Stadtteilbüro gemeinsam in der Ladenzeile Adolph-Menzel-Straße ein Sommerfest, den sogenannten "Kessel Buntes des Stadtteils".

"Mit diesem Fest wollen wir zeigen, dass in diesem sozial schwierigen Wohngebiet vernetzt gearbeitet wird. Wir wollen hier mit den Bewohnern zusammenkommen und die Menschen auch zusammenbringen.", so Bernd Zürcher vom Paritätischen. "Des Weiteren sollen die Bewohner des Stadtteils unsere Arbeit und unsere Angebote kennenlernen."

Buntes Programm für die ganze Familie

Geboten wurde viel an diesem Nachmittag: Den Auftakt des Bühnenprogramms gab die Kita "Sonnenschein" mit einem Tanz. Anschließend konnten die Jungen und Mädchen der benachbarten Grundschule Juri Gagarin – verkleidet als kleine Indianer und Geishas – die Gäste mit ihren Tanzeinlagen gut unterhalten. Zudem waren Einradfahrer und Tanzgruppen des Mad Clubs vertreten.

Es waren auch zahlreiche Gruppen und Organisationen mit Infoständen und Mitmachaktionen dabei: So konnte man bei der Kreisverkehrswacht sein Fahrrad gegen Diebstahl sichern lassen und sein Fahrkönnen am Fahrsimulator unter Beweis stellen. Am Stand der Komarow-Sekundarschule konnten die Kinder basteln, beim Kidsclub konnten sie sich mit vielen bunten Farben schminken lassen.

Geschicklichkeit und Fitness waren gefragt

Mehr Bewegung boten dagegen die Mitarbeiter der Sparkasse. Hier konnten sich die Kinder beim Skifahren probieren – allerdings nicht auf Eis und Schnee, sondern auf dem Asphalt. Zu viert konnten sie in die Schlaufen der überlangen Holzbretter schlüpfen und mussten sich nun im Gleichschritt über die Erde bewegen. Oft gestaltete sich dies als sehr schwierig, war doch eine gute Koordination gesorgt. Kleine Missgeschicke führten jedoch nicht zu langen Gesichtern, sondern zu viel Gelächter.

Ebenfalls sportlich ging es bei den Streetworkern zu, die auf dem Gelände eine Torwand aufgestellt hatten. Ebenso war die Feuerwehr mit dem sogenannten "Heißen Draht" vertreten, der jede Menge Geschicklichkeit erforderte.

Als Mitveranstalter sorgte die Arche mit Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl und am Infostand der Johanniter konnte man selbst Hand anlegen und an Übungspuppen die Wiederbelebung üben.

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