"Studieren in Fernost" – unter diesem Motto werben ostdeutsche Hochschulen für ihre Angebote. Ziel ist, potenzielle Studenten aus Westdeutschland für ein Studium in Ostdeutschland zu gewinnen. Am Donnerstag statteten Nachwuchsjournalisten im Rahmen einer "Entdeckertour" Magdeburg einen Besuch ab

Magdeburg (rs/ndo). Neben Recherchen im Studiengang "Sicherheit und Gefahrenabwehr" des Fachbereiches Bauwesen an der Hochschule Magdeburg-Stendal nahmen die vier Mädchen und zwei Jungen den Magdeburger Dom unter die Lupe. Hier sprach Prof. Dr. Thomas Schmidt, verantwortlich für Bauinformatik und Baudynamik an der Hochschule Magdeburg-Stendal, davon, wie gefährlich Glockentürme leben. Am Computer verdeutlichte er die Schwingungen, die bei jedem Glockenläuten auf das Mauerwerk einwirken. Außerdem gab er den Nachwuchsjournalisten wichtige Hinweise für die Bearbeitung der Tagesaufgabe, die sich dieses Mal um das Kommentar-Thema "Die Besten bleiben im Westen – Was ist dran?" drehte. Prof. Schmidt erwiderte: "Ich bin aus dem Westen in den Osten gekommen und hätte damals nie gedacht, dass ich am Aufbau der Hochschule mitwirken kann. Zudem steht mir heute eine hervorragende technische Ausrüstung für die Lehre zur Verfügung, die sich meine Kollegen im Westen nur wünschen können." Zurück auf dem Campus der Hochschule Magdeburg-Stendal machten sich die Rallyeteilnehmer daran, die Tagesaufgabe zu vervollständigen.

Warum die Besten eher im Osten studieren, trug Mathias Birsens (17) aus Wassenach (nahe Koblenz) so zusammen: "Im Osten gibt es brandneue Hörsäle, modernste Technik, riesige Grünflächen, es herrscht eine herzliche und vertraute Atmosphäre, es gibt ein riesiges Studienangebot von Agrarwissenschaften bis Zoologie für lau." Beim gemütlichen Grillen und anschließendem Kneipengang zum Hasselbachplatz konnten die Schüler alle Eindrücke Revue passieren lassen. Am Abend kürten die Internetnutzer sogar Team Blau zum Tagessieger – welch eine Belohnung für die sehr gute Kommentararbeit.

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