120 Jugendliche aus 13 Christlichen Jugenddörfern Ostdeutschlands kamen am Wochenende in Billberge zu den Erlebnissporttagen zusammen. Der kleine Ortsteil von Storkau an der Elbe war zum 16. Mal in Folge (mit einer Unterbrechung) Austragungsort dieses Ereignisses. Es war zugleich die Veranstaltung mit den meisten Teilnehmern.

Billberge. "Noch nie hatten wir eine so gute Beteiligung", freute sich Billberges CJD-Einrichtungsleiter Hans-Ulrich Börnge. Er begrüßte am Sonnabendmorgen die Teilnehmer der 16. Erlebnissporttage in der Altmark. Bei strahlendem Sonnenschein waren sie alle nach einer recht kalten Nacht in Zelten froh darüber, dass ihnen die wärmenden Sonnenstrahlen an diesem Tag zur Seite standen.

Erlebnissporttage: Das heißt für die jungen Menschen aus den Christlichen Jugenddörfern drei Tage Sport, Spiel, Spaß, Begegnung und Freizeit der anderen Art.

Wie die drei anderen Tage verlaufen, das denkt sich seit 16 Jahren Dirk Maaß aus. Der Ausbilder aus dem CJD Billberge hat die Fäden für das Miteinander in der Hand. Er koordiniert und plant, teilt die Mitarbeiter der eigenen Einrichtung ein und macht die Gäste am Tag der Ankunft mit den Plänen vertraut. So wurde auch in diesem Jahr wieder gewandert, Rad gefahren und ein Ausflug nach Tangermünde unternommen. "Kanufahren können wir leider nicht. Der Wasserstand der Elbe ist zu hoch", erklärte Maaß den Teilnehmern während der Eröffnungsveranstaltung.

Mit dem eigenen Rad durch die Landschaft

Die 120 Teilnehmer bildeten am Wochenende zwölf Mannschaften. Zehn Jugenddörfer schickten Gruppen auf die Wanderroute. Mit Karte im Gepäck und Hinweisschildern am Wegesrand führte sie die Route durch Storkau, Staffelde, Wischer zurück nach Billberge. "Das sind 10,5 Kilometer", sagte Maaß. 24 Kilometer lang war dagegen der Fahrrad-Rundkurs. Hier gingen neun Mannschaften mit jeweils sechs Teilnehmern an den Start. "Sie alle haben ihre eigenen Räder mit. Und auch wir sind seit dem vergangenen Jahr dank einer Spende gut mit Fahrrädern ausgestattet", berichtete der Ausbilder. Sowohl die Wanderer, die bereits am Morgen zu ihrem Marsch starteten, als auch die Radfahrer, die am Mittag in die Spur geschickt wurden, gingen gruppenweise an den Start. Im Abstand von fünf Minuten begaben sie sich auf den Weg. "Denkt daran: Es geht mehr um den Spaß, als um die Zeiten", gab Börnge den Teilnehmern mit auf den Weg.

Die Freizeit vor und nach Wandern beziehungsweise Radfahren überbrückten die Jugendlichen mit Fußball und Volleyball, Tischtennis und Luftgewehrschießen. Auch die Reitanlage stand ihnen zur Verfügung. Einige von ihnen unternahmen auch einen Ausflug nach Tangermünde und ließen sich hier die schönsten Ecken der Stadt von Billberger Begleitern zeigen.

Lustige Staffelspiele am Sonntagmorgen

Mit Staffelspielen am Sonntagmorgen endeten die 16. Erlebnissporttage. Dabei mussten die Jugendlichen im Heu nach Puzzleteilen suchen, mit großen Gummistiefeln um die Wette rennen oder auch lange Bänder, an denen Luftballons befestigt waren, über eine Strecke spannen, ohne dabei einen Luftballon zu zerstören. Den krönenden Abschluss bildete die Übergabe der Urkunden. "Für viele ist es die einzige im Jahr", sagte Börnge. Das wisse er von seinen Besuchen in anderen Christlichen Jugenddörfern, wo ihm Jugendliche stolz ihre Urkunden aus Billberge gezeigt hätte.

Neu bei den diesjährigen Erlebnissporttage: die Vollverpflegung. In der Küche des CJD wurden Frühstück, Mittag und Abendessen zubereitet. "Natürlich darf hier an den Zelten auch weiterhin gegrillt werden", sagte Dirk Maaß.

Mit dabei waren in diesem Jahr vier Gruppen aus Sangerhausen, zwei aus Chemnitz sowie Jugendliche aus Heidenau, Gera, Schönebeck, Prignitz, Hohenleuben und Billberge.

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