Die Kultivierungsarbeiten an der Deponie zwischen Beesewege und Bülitz haben in dieser Woche begonnen. 20 Jahre nach der Schließung des belasteten Geländes keimt die Hoffnung, dass das Deponiematerial fachgerecht abgedeckt und eine entsprechende Bepflanzung angelegt wird.

Beesewege/Bülitz. Deformierte Metallfässer und Betonplatten türmen sich derzeit auf der ehemaligen Deponie zwischen Beesewege und Bülitz. Aufräumen scheint in diesen Tagen angesagt. Im Februar fanden, 20 Jahre nach der Schließung des belasteten Geländes, bereits vorbereitende Maßnahmen für die Kultivierung der Deponie statt (wir berichteten). "Das Baufeld wurde freigemacht", so die offizielle Bezeichnung der durch die GESA (Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten; ein Unternehmen der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben, ehemals Treuhand) seinerzeit in Auftrag gegebenen Arbeiten.

Jetzt hat die eigentliche Kultivierung der Deponie begonnen. Schwere Technik, bestehend aus Radladern, Raupen und Baggern, ist angerückt. Maßnahmen wie Planum, die Abdeckung des belasteten Deponiematerials sowie Bepflanzung und Begrünung werden in den nächsten Wochen erfolgen. Die Kosten der Kultivierung trägt das Land Sachsen-Anhalt, da die Altlasten nach der Wende an die Treuhand gefallen sind und die Mitteldeutsche Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft Bitterfeld (MDSE) als Landgesellschaft Eigentümer von Grund und Boden ist. Die GESA setzt das Vorhaben um.

Betreiber der Mülldeponie war bis 1989 der VEB Stahl und Verzinkerei (STUV) Seehausen. 1990 wurde die Deponie zwischen Beesewege und Bülitz aufgrund von Bürgerprotesten geschlossen. Auf die Kultivierung musste nun 20 Jahre gewartet werden.